Erzbischof Becker erinnert an Rolle des Einzelnen für Frieden

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  • Erzbistümer - 27.07.2020

Paderborns Erzbischof hat an die Verantwortung des Einzelnen für den Frieden erinnert. „Die Kette der Gewalt ist nur durch die stärkere Kraft der Liebe zu überwinden“, sagte er am Sonntag laut Manuskript im Paderborner Dom während einer Messe zum Libori-Fest. „Wir sind nicht wie unbeteiligte Zuschauer im großen Welttheater.“ Wo immer Menschen einander zuhörten, sich ernst nähmen und gegen Feindbilder Stellung bezögen, ergriffen sie den Frieden, den Jesus gebracht habe. Am Ende des Gottesdiensts spendete Becker den Päpstlichen Segen.

Das Patronatsfest des Erzbistums steht in diesem Jahr unter dem Motto „Friede auf Erden“. Die übliche Kirmes in der Stadt ist wegen der Pandemie abgesagt, die kirchlichen Feierlichkeiten finden unter Auflagen statt. So sind nur rund 130 Besucher im Dom zugelassen. Prozessionen entfallen. Die Gottesdienste werden live im Internet sowie in der Universitäts- und Marktkirche, der Gaukirche und der Busdorfkirche gezeigt. Der Bischof des französischen Partnerbistums Le Mans, Yves Le Saux, bekräftigte den Bund zwischen beiden Diözesen per Video-Botschaft.

Der heilige Liborius, gestorben 397, ist Patron des Erzbistums und der Stadt Paderborn. Seit 836 feiern die Westfalen ihm zu Ehren ein Fest. Damals wurden die Gebeine des Heiligen, der Bischof im französischen Le Mans war, nach Paderborn überführt. So entstand eine der ältesten Städtepartnerschaften. In den vergangenen Jahren kamen jeweils mehr als eine Million Besucher zu Libori nach Paderborn.

Das Fest wird in diesem Jahr von einem Corona-konformen Programm begleitet. So veröffentlicht das Erzbistum von Montag bis Sonntag je einen spirituellen Impuls auf seiner Homepage. Libori endet am Dienstag mit einer Abschlussandacht, in der die Reliquien wieder in die Krypta gebracht werden.

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Frieden ist im Kirchenjahr 2020 das gemeinsame Thema der katholischen Hilfswerke und Diözesen.

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