Renovabis-Pfingstaktion mit Gottesdienst in Berlin gestartet

  • © Bild: Renovabis

Erzbischof Heiner Koch von Berlin hat am vergangenen Sonntag (17. Mai) die Pfingstaktion mit einem Gottesdienst in der Bundeshauptstadt eröffnet. In seiner Predigt rief er die Gläubigen dazu auf, sich nicht von den Schwierigkeiten der Corona-Pandemie und Rückschlägen entmutigen zu lassen.

Mit Blick auf die Tageslesungen sagte Koch, auch die Apostel ließen sich von Hindernissen nicht beirren. Sie gingen ihren Weg der Verkündigung weiter – „Schritt für Schritt.“ Heute gehe es unter anderem auch um Solidarität und ein Miteinander mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa im Vertrauen auf den Geist: „Du erneuerst das Angesicht der Erde“ zitierte der Erzbischof den für Renovabis namensgebenden Schöpfungspsalm 104. „Wir gehen mit – Schritt für Schritt.“

Mit diesen, Zuversicht vermittelnden Worten wandte sich der Berliner Erzbischof, der auch als Renovabis-Bischof in der Deutschen Bischofskonferenz für das Osteuropa-Hilfswerk zuständig ist, an eine kleine Gemeinde, die erstmals ein Pontifikalamt nach Lockerung der Hygiene-Regeln erlebte. Nur knapp 50 Teilnehmende konnten die Eucharistie in der Kirche St. Joseph (Wedding) mitfeiern.

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Erstmals hat Renovabis einen Länderschwerpunkt für seine Pfingstaktion gewählt: die Ukraine. Die Situation im Osten des Landes zeigt, wie zerbrechlich der Friede in Europa ist: Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs muss darum immer wieder neu gerungen werden.


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Auf Gäste aus der Ukraine oder anderen Renovabis-Partnerländer hatten die Teilnehmenden am Gottesdienst völlig verzichten müssen. So musste zuletzt die Anreise des Oberhaupts der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk aus Kiew, abgesagt werden. So wird auch die „Pfingstaktion“ mit Gottesdiensten, Begegnungen in Gesellschaft und Kirche mit Politikern und Repräsentanten des Öffentlichen Lebens in Berlin, München, Heidelberg und Freiburg nicht stattfinden.

Wohl aber werben nun während der kommenden zwei „Renovabis-Solidaritätswochen“ bis Pfingsten die katholischen Kirchengemeinden in ganz Deutschland mit dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften   Ost und West in gemeinsamer Verantwortung“: Es geht dabei um das Einander-Halt-Geben auch über die geschlossenen Grenzen hinweg und um praktische Zeichen der Solidarität in Form von Spenden für Menschen im Osten Europas, denen es zum Teil erheblich schlechter geht.

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Soforthilfen für Corona-betroffene Partner

Zuletzt hat Renovabis die Projektpartner in der Corona-Krise mit Soforthilfen von rund einer halben Million Euro unterstützt. Seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichnet Renovabis aus vielen seiner 29 Partnerländern im Osten Europas immer mehr Hilferufe. Ab Christi Himmelfahrt wird gemeinsam mit Partnern in der Ukraine und anderswo die Renovabis-Pfingstnovene gebetet. Am Pfingstsonntag (31. Mai) werden die „Renovabis-Solidaritätswochen“ mit einer Eucharistiefeier mit Erzbischof Stephan Burger aus dem Freiburger Münster beschlossen. Das Erzbistum Freiburg streamt diese Messe per You Tube auch im Internet unter der Adresse www.ebfr.de/livestream .

An Pfingsten findet in allen katholischen Kirchen in Deutschland traditionell die Renovabis-Kollekte statt. Sie ist eine wichtige Säule zur Unterstützung der Partner in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, deren Arbeit im Moment unter erheblich erschwerten Bedingungen weitergeht. In der derzeitigen Situation setzt das Osteuropa-Hilfswerk daher stark auf online-Spenden, das Spendenportal www.renovabis.de/pfingstspende oder  Banküberweisung.

 

 

© Text: Renovabis

Ukraine - 13.05.2020

Die Ukraine ist eines von 29 Renovabis-Partnerländern im ehemaligen kommunistischen Machtbereich. Das Land leidet auch heute noch an den Folgen gewaltbelasteter Vergangenheit und wirtschaftlicher Fehlentwicklungen. Sie wirken sich negativ auf das friedliche politische, gesellschaftliche und kirchliche Miteinander aus, wobei der Krieg im Osten des Landes vieles derzeit noch verschlimmert.


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