Grübel: Verbrechen an Zivilbevölkerung in Myanmar untersuchen

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  • Religionsfreiheit - 05.05.2020

Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), hat die Forderung der UN-Sonderberichterstatterin für Myanmar Yanghee Lee nach einer internationalen Untersuchung mutmaßlicher Verbrechen an der Zivilbevölkerung unterstützt.

„Die brutalen Angriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung in Myanmar müssen enden“, mahnte Grübel am Donnerstag in Berlin. „Insbesondere die Rohingya sind seit vielen Jahren Opfer von Gewalt und Vertreibungen“.

Deshalb unterstütze er die Forderung nach einer Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach internationalen Standards, so der CDU-Politiker. „Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen und der Konflikt endlich beendet werden“. Aus diesem Grund fordere er die Bundesregierung auf, die Klage Gambias gegen Myanmar wegen Gewalt gegen die mehrheitlich muslimischen Rohingya beim Internationalen Gerichtshof zu unterstützen. „Die Rohingya müssen friedlich in ihrer Heimat leben können“.

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Im Jahr 2017 flohen mehr als 700.000 Angehörige der mehrheitlich muslimischen Minderheit der Rohingya vor der Gewalt des Militärs aus Myanmar nach Bangladesch. Sie konnten bis heute nicht in ihre Heimat zurückkehren. Die UN-Sonderberichterstatterin zu Myanmar kritisiert aktuell, in den vergangenen Monaten sei das Militär zunehmend brutal gegen die Zivilbevölkerung vorgegangen, besonders gegen die Rohingya und weitere ethnische Minderheiten
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© Text: KNA