Papst erkennt Amazonas-Kirchenkonferenz CEAMA an

Die neue Einrichtung ist ein Ergebnis der Amazonas-Synode vom Herbst 2019; sie soll vor allem die Stärkung des Glaubenslebens fördern. Sobald die Statuten des neuen Gremiums fertig sind, solle der Papst sie genehmigen. Im Sommer des vergangenen Jahres hatten Vertreter aus neun Ländern der Region die „Conferencia Eclesial de la Amazonia“ geschaffen.

Im Schlussdokument der Amazonas-Synode vom Oktober 2019 in Rom heißt es unter Punkt 115: „Wir schlagen vor, ein ständiges und repräsentatives bischöfliches Organ zu schaffen, das die Synodalität in der Region fördert.“ Es solle behilflich sein, „das amazonische Antlitz dieser Kirche zu konturieren und neue Wege für den Evangelisierungsauftrag zu entdecken“. Anliegen ist demnach auch eine bessere Inkulturation des christlichen Glaubens in Amazonien.

Die konstituierende zweitägige Sitzung fand im Juli 2020 wegen der Corona-Pandemie per Videoschalte statt. Neben den Kardinälen Claudio Hummes (Brasilien) und Pedro Barreto (Peru) waren auch vier Kardinäle aus Rom unter den Teilnehmern. Dem Projekt war eine monatelange Vorbereitungsphase vorausgegangen. Organisatorisch begleitet wurde es laut Vatikan-Angaben von der Bischofskongregation in Rom.

In Lateinamerika wurde die Conferencia Eclesial de la Amazonia dem bestehenden Lateinamerikanischen Bischofsrat CELAM angegliedert, erhielt allerdings einen autonomen Status. In der neuen Konferenz sind Bischöfe, Priester, Diakone und Angehörige der indigenen Völker aller Amazonas-Staaten vertreten. Den Vorsitz übernahm Kardinal Hummes, Generalsekretär ist der kolumbianische Jesuit Alfredo Ferro.

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