Ausbau von UN-Standort in Bonn geplant
Bonn ‐ Umzug in die Bundesstadt: Teile des UN-Entwicklungsprogramms UNDP sollen nach Bonn verlegt werden. Bisher ist die Organisation in New York angesiedelt.
Aktualisiert: 20.01.2026
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Die Vereinten Nationen (UN) vergrößern ihre Vertretung in Bonn. In Zukunft soll das UN-Entwicklungsprogramm UNDP hier einen zentralen Standort erhalten, wie die Bundesstadt am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bonns Bürgermeister Guido Déus (beide CDU) und UNDP war am Montag der Bundesregierung vorgelegt worden.
Außenminister Wadephul erklärte, mit UNDP kämen die wichtigste UN-Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und ein wichtiger Partner Deutschlands nach Bonn. Das sei ein Zeichen des Vertrauens in die deutsche Außenpolitik: “Gerade in Zeiten, in denen das UN-System und multilaterale Prinzipien unter Druck stehen.“
Laut Ministerpräsident Wüst ist der Ausbau des Bonner Standorts eine Entscheidung für Europa und internationale Zusammenarbeit. „Gerade im 30. Jubiläumsjahr des UN-Standortes Bonn ist das ein Meilenstein zur weiteren Stärkung des wichtigsten deutschen UN-Zentrums“, sagte Wüst. Er zeigte sich zuversichtlich, dass internationale Entwicklungspolitik von NRW aus in Zukunft noch wirkungsvoller gestaltet werden könne.
Nach Angaben der Stadt Bonn beschäftigt die UN vor Ort rund 1.200 Mitarbeiter bei 27 Einrichtungen. Durch den Zuzug von Teilen des UNDP sollen 300 weitere UN-Vertreter hinzukommen.
KNA