Weiter Demonstrationen in Nicaragua

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  • Nicaragua - 16.05.2018

In Nicaragua soll nach einem Bericht der Tageszeitung „La Prensa“ ein nationaler Dialog zur Lösung der innenpolitischen Krise beginnen. Zu den Gesprächen hatte die Nicaraguanische Bischofskonferenz aufgerufen, die als Vermittler zwischen der sandinistischen Regierung von Präsident Daniel Ortega und Vertretern der Opposition und der Zivilgesellschaft fungieren soll.

Seit Ausbruch der Proteste gegen die Ortega-Regierung im April kamen bislang 48 Menschen ums Leben, rund 500 Menschen wurden verletzt. Am Dienstag demonstrierten erneut Tausende Menschen gegen die Ortega-Regierung und forderten den Rücktritt des sandinistischen Präsidenten.

Vertreter der Opposition kritisierten, dass die gewaltsame Niederschlagung der Proteste keinen Raum für einen Dialog mit der Regierung zulassen. Laut „La Prensa“ will Präsident Ortega an den Gesprächen persönlich teilnehmen. Die Gespräche sollen laut Vizepräsidentin Rosario Murillo im Seminar „Nuestra Senora de Fatima“ stattfinden.

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Nicaragua - 24.04.2018

Angesichts der gewaltsamen Proteste in Nicaragua ruft das katholische Lateinamerika-Hifswerk Adveniat zu einer demokratischen Öffnung des Landes auf.

 


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