Adveniat hilft Hurrikan-Opfern in Kuba

  • Kuba - 28.09.2017

Adveniat stellt den Opfern des Wirbelsturms Irma in Kuba 45.000 Euro zur Verfügung. Das teilte das Lateinamerika-Hilfswerk am Donnerstag mit. „Damit können die am stärksten betroffenen Menschen vor Ort mit Lebensmitteln, Medikamenten und Matratzen versorgt, Dächer wieder gedeckt und Unterkünfte hergerichtet werden“, erklärt Adveniats Kuba-Referent Martin Hagenmaier.

Hagenmaier war selbst in Kuba, als am 9. September der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 260 Stundenkilometern vor allem über den Norden der Karibikinsel zog. „Es war erschütternd zu sehen, wie Menschen vor ihren zusammengefallenen Häuser standen“, berichtet Hagenmaier von seinen Erlebnissen. Es gehe nicht nur um den materiellen Verlust: „Viele Menschen haben ihre komplette Geschichte verloren. Der Hurrikan hat mit den Häusern und der Einrichtung häufig auch sämtliche Erinnerungsstücke zerstört.“

Dass „nur“ zehn Tote – so die offizielle Zahl – zu beklagen sind, liegt an der staatlich organisierten Vorsorge. Eine Million Kubaner waren in weniger stark bedrohte Gebiete evakuiert worden.

Kuba nach dem Wirbelsturm Irma.

Adveniat

Es ist die Katastrophe nach der Katastrophe, die die Rückkehrer jetzt hart trifft. Kuba-Experte Hagenmaier konnte auf seiner Fahrt von der südlich gelegenen Stadt Cienfuegos in die am stärksten betroffenen Regionen Camagüey, Ciego de Ávila und Santa Clara die Auswirkungen des Sturms sehen: Zuckerrohr- und Maisfelder wurden vollständig zerstört, schwere Ernteausfälle werden die Folge sein. Reihenweise wurden Strommasten umgeknickt. Deshalb waren Teile der Insel tagelang ohne Strom.

Dächer und ganze Häuser wurden weggeweht. Viele Menschen sind ohne Obdach. „Wellblech ist das Futter für die Hurrikane“, beschrieb ein Adveniat-Projektpartner in Kuba eines der Hauptprobleme. Es sind die Armen, die besonders unter den Hurrikanen und ihren Folgen leiden. Adveniat-Experte Hagenmaier ist überzeugt: „Nur der Weg aus der Armut ermöglicht den Menschen eine würdige und sichere Unterkunft.“

„Die Kirche war unmittelbar nach dem Hurrikan Irma bei den Menschen“, berichtet Martin Hagenmaier. „Sie hat Armenspeisungen organisiert, mit den Betroffenen über ihre drängendsten Bedürfnisse gesprochen und die Menschen getröstet, seelsorgerisch begleitet.

© Adveniat