Erstmals gemeinsam von Bischöfen und Laien

Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2023 ausgeschrieben

Bonn ‐ Am 14. Juni 2023 vergeben die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) erstmals gemeinsam den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Erstellt: 16.09.2022
Aktualisiert: 21.09.2022
Lesedauer: 

Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 30. November 2022 eingereicht werden.

Ziel sei es, diejenigen zu stärken, „die sich jeden Tag für die Würde aller Menschen einsetzen“, erklärte Flüchtlingsbischof Dr. Stefan Heße. Rassismus sei Teil und Problem der Gesellschaft, „sowohl in seinen alltäglichen Ausprägungen, als auch in Form von Gewalt. Das können wir als Christen nicht hinnehmen“, fügte der Hamburger Erzbischof hinzu.

„Viele Menschen treten aus christlicher Überzeugung für eine Gesellschaft ein, in der niemand herabgewürdigt oder angegriffen wird", so die ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp, die Teil der Jury sein wird. Sie freue sich „auf zahlreiche Bewerbungen als Zeugnis einer aktiven Zivilgesellschaft“.

Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismus engagieren oder prägend an ökumenischen bzw. gesellschaftlichen Initiativen beteiligt sind.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf Anregung der Migrationskommission 2015 zum ersten Mal ausgelobt und seitdem viermal verliehen. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken haben in diesem Jahr dafür votiert, den Preis in eine gemeinsame Trägerschaft zu überführen. Er ist nun mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträgerinnen und Preisträger aufgeteilt werden. Verliehen wird der Preis auf Vorschlag einer fachkundigen Jury durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, sowie die ZdK-Präsidentin, Dr. Irme Stetter-Karp. Der Jury ist es zudem möglich, herausragende Aktivitäten mit einem Sonderpreis auszuzeichnen.

Die Preisverleihung soll am 14. Juni 2023 in Dresden stattfinden. Aus dem Bistum Dresden-Meißen stammte der Gewinner 2021, das Organisationsteam des „Ostritzer Friedensfestes“.

Teilnehmen

Personen, Gruppen oder Initiativen können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Bewerbungen oder Vorschläge sind bis zum 30. November 2022 per E-Mail an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz zu senden (preis-gegen-fremdenfeindlichkeit@dbk.de).

Die Einsendungen sollten folgende Unterlagen enthalten:

  1. Kurzbeschreibung des Engagements (max. eine halbe DIN-A4-Seite),
  2. ausführlichere Beschreibung (ca. zwei DIN-A4-Seiten),
  3. ggf. eine Auswahl weiterer Materialien wie z. B. Bilder oder elektronische Publikationen.
Von weltkirche.de/KNA/Deutsche Bischofskonferenz