Amazonas-Synode 2019

Amazonas-Synode - 11.11.2019

Verheiratete Priester und das Diakonat der Frau – oft wurde die Amazonas-Synode auf diese beiden Fragen reduziert. Die Tagung in Würzburg hat den Blick nun geweitet.

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Mehr Respekt für Greta Thunberg

Johannes Kirchhoff von Fridays for Future Würzburg.

Claudia Zeisel

Wo es beim Klimaschutz noch hapert

Dr. Jessica Strefler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Claudia Zeisel

„Der Papst ist uns begegnet wie ein Bruder“

Misereor-Referentin über die Erfahrungen der Frauen auf der Amazonas-Synode.

Claudia Zeisel

Wege einer ökologischen Umkehr – Die Herausforderungen der Amazonas-Synode

Nachsynodale Tagung im Burkardushaus Würzburg vom 6. bis 8. November 2019. Papst  Franziskus  spricht  davon,  dass  der  „Amazonasregenwald  eine  Lunge von höchster Wichtigkeit für unseren Planeten“ sei. Dieses riesige zusammenhängende  Gebiet  ist  unübertroffen  in  seiner  Biodiversität  und seiner Bedeutung für das Weltklima. Jeder siebte Schluck Wasser, der weltweit getrunken wird, entsteht in der Amazonasregion. Durch die  politischen  Veränderungen  und  die  wirtschaftliche  Expansion  in  Lateinamerika  ist  er  als  Lebensraum  auch  für  die  indigenen  Völker  dramatisch bedroht. Auch die pastoralen und kirchlichen Fragen, die im Synodenprogramm stehen,  wie  die  Leitung  kleiner  Gemeinden  auf  dem  Land,  werden  Konsequenzen für uns haben. Während  der  Tagung  wollen  wir  mit  Synodenteilnehmenden  ins  Gespräch  kommen,  die  Ergebnisse  diskutieren  und  für  unseren  Kontext konkretisieren. Veranstaltet  wird  die  Tagung  von  Adveniat  und  Misereor,  der  Katholischen Akademie Domschule in Würzburg, dem Martinusforum in Aschaffenburg,  der  Diözesanstelle  Mission,  Entwicklung,  Frieden  in  Würzburg und der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Hildesheim.

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Aktuelles

Amazonas - 19.11.2019

Die Abholzung in der brasilianischen Amazonasregion hat erstmals seit elf Jahren die Marke von 10.000 Quadratkilometern übersprungen. Das geht aus einer am Samstag in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlichten Studie hervor.

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Armut - 12.11.2019

Der lateinamerikanische Bischofsrat CELAM hat angesichts der aktuellen Krisen in Lateinamerika alle Beteiligten zu mehr Interesse am Gemeinwohl aufgerufen. In der gesamten Region erlebe man eine Art „sozialer Explosion“, die es bisher nicht gegeben habe.

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Bolivien - 11.11.2019

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat fordert „einen friedlichen und aufrichtigen Dialog“ in Bolivien. Der Präsident des Landes, Evo Morales, hatte am Sonntag seinen Rücktritt angekündigt.

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Stimmen aus der Weltkirche

Amazonas-Synode - 17.10.2019

Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz ist erstmals auf einer Synode dabei und erlebt angeregte Diskussionen unter den Teilnehmern. Als Teil der Synode hat er selbst einen Redebeitrag gehalten und darin unter anderem das Engagement der Frauen in der Kirche gelobt.

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Amazonas-Synode - 23.09.2019

Birgit Weilers Berufung zur Weltkirche stand schon früh fest. Besonders engagiert ist die Missionsärztliche Schwester aus Duisburg für das Amazonasgebiet. Nun hat sie der Papst zur Sondersynode in den Vatikan eingeladen.

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Amazonas-Synode - 23.09.2019

Engagierte Missionare hoffen auf Rückenwind für ihre Arbeit in den betroffenen Gebieten. Auch im ecuadorianischen Indio-Dorf Sarayaku blickt man gespannt nach Rom.

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Weltkirche-Blog - 01.03.2019

Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel hat an einem Studienseminar zur Vorbereitung der Amazonas-Synode in Rom teilgenommen, bei dem Experten aus Lateinamerika und der gesamten Weltkirche zusammenkamen.

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Bischof Bahlmann über die Folgen der Synode

Der Bischof des Bistums Óbidos im brasilianischen Amazonasgebiet über die Synode.

Claudia Zeisel

Was Adveniat aus der Amazonas-Synode macht

Pater Michael Heinz, Hauptgeschäftsführer von Adveniat, im Interview.

Claudia Zeisel

Was Misereor aus der Amazonas-Synode macht

Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel im Interview.

Claudia Zeisel

„Der Papst muss jetzt nur noch das Tor schießen“

Befreiungstheologe Paulo Suess über seine Teilnahme an der Amazonas-Synode in Rom.

Claudia Zeisel
Amazonas-Synode - 12.10.2019

Verheiratete Priester und der klare Wunsch nach optionalem Zölibat – was für Teile der katholischen Kirche undenkbare Reformen sind, wird an der Basis zum Teil längst so gelebt. Das betont Regina Reinart, Misereor-Referentin für Brasilien, die an der Amazonas-Synode in Rom teilgenommen hat.

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Amazonas-Synode - 08.07.2019

Die Ärztin und Franziskanerin Ruth Rottbeck aus Rhede fährt bald auf dem Amazonas mit einem Krankenhaus-Schiff in entlegene Gebiete. Inspiriert hat sie hierzu Papst Franziskus.

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Weltkirche-Blog - 21.10.2019

„Amazonien wird sich nicht in einen Öko Park für die Erste Welt verwandeln“, mahnte Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro zu Beginn Amazonien-Synode in Rom. Bolsonaro verfolgt eine Strategie der „Internationalisierung“ oder „zweiten Kolonisierung“ der Amazonasregion. Doch zwischen Naturschutz und Ausbeutung gibt es einen dritten Weg: Eine sinnvolle Nutzung, regional selbstbestimmt und nachhaltig. Nichts anderes wird von den Teilnehmenden der Synode diskutiert.

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Die Amazonas-Synode im Vatikan

Die Sondersynode findet vom 6. bis 27. Oktober im Vatikan statt. Sie steht unter dem Thema: „Amazonien: neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“. Das Bischofstreffen will Umweltschäden im Amazonasgebiet und deren soziale Folgen in den Blick nehmen. Den Rahmen bildet hier die Umwelt-Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus. Maßgeblich beteiligt an der Synode ist das panamazonische, kirchliche Netzwerk Repam (Red Eclesial PanAmazónica), zu dem auch Adveniat und Misereor gehören.

Der Lebensraum vieler indigener Völker im Amazonasgebiet ist durch ökonomische Interessen wie Landvertreibungen, die willkürliche Abholzung von Wald sowie die Verschmutzung von Gewässern bedroht. Die Rechte dieser Menschen wollen die Teilnehmer der Synode stärken und haben Vertreter indigener Völker dazu eingeladen, als „Uditores“ den Debatten zu folgen und sich in Kleingruppen zu beteiligen.

Auch die Rolle der Frauen in der Kirche wird bei der Synode Thema sein. Des Weiteren soll über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten werden. Die Bischöfe wurden im Vorbereitungspapier ausdrücklich um Vorschläge gebeten, welche „Dienste und Ämter mit amazonischem Profil“ geschaffen werden müssten. Ob hierbei eine Lockerung des Zölibats und eine Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt gefordert werden könnte, bleibt offen. Hinzu gekommen ist das Arbeitspapier „Instrumentum Laboris“ zur Synode, das nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt.

Amazonien umfasst ein Gebiet von siebeneinhalb Millionen Quadratkilometern in neun Ländern, darunter Brasilien, Peru, Venezuela, Bolivien und Kolumbien. Es bedeckt fast die gesamte nördliche Hälfte des Kontinents Südamerika und zählt zu den wichtigsten Ökosystemen, der sogenannten „grünen Lunge“ der Welt.

© KNA/cze

Zum Arbeitspapier

Erzbischof Barreto - Laudato si' als Ansporn

Pedro Barreto SJ, Erzbischof von Huancayo in Peru, setzt sich in seiner Heimat für die Amazonas-Völker ein.

Claudia Zeisel
Amazonas-Synode - 28.05.2019

Mit Blick auf die Amazonas-Synode im Herbst im Vatikan hofft der deutsche Bischof Johannes Bahlmann auf eine gemeinsame Strategie der Länder Amazoniens. Das sagte er bei der Jahrestagung Weltkirche und Mission in Würzburg, die sich in diesem Jahr mit dem Thema „Klimagerechtigkeit“ befasst. Er selbst lebt seit 36 Jahren in Brasilien und beobachtet in seinem Amazonas-Bistum Óbidos, wie die Gewalt gegen Mensch und Natur zunimmt.

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