Menschen retten in Humbo

  • © Bild: Jörg Böthling/Missio München
  • Äthiopien - Versorgung in der Gesundheitsstation Humbo

In einer Pfarrei in Südäthiopien fehlen mitten in der Corona-Krise Nahrung, Information und sanitäre Einrichtungen. Missio München unterstützt vor Ort die Schwestern der Dienerinnen der Armen dabei, den Menschen zu helfen.

Die Situation vor Ort

In der äthiopischen Pfarrei St. Michael in Humbo, 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Addis Abeba, leben viele Menschen in großer Armut. Es gibt nicht ausreichend Nahrung und kaum Zugang zu sauberem Wasser sowie Sanitäreinrichtungen. Viele Krankheiten werden durch mangelnde Hygiene hervorgerufen. Über das Corona-Virus und den Umgang mit der Erkrankung haben vor allem die Ärmsten nur wenig verlässliche Informationen. Sie wissen nicht, wie sie sich schützen können. Oft fehlen ihnen ohnehin die Möglichkeiten, die erforderlichen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Alle diese Umstände und die grundlegend unzureichende staatliche Gesundheitsversorgung begünstigen die Verbreitung des Virus. Die Stilllegung des gesamten öffentlichen Lebens Anfang April 2020 hatte gravierende Folgen für die Bevölkerung. Feldarbeiter, Tagelöhner und Beschäftigte in den Läden verloren ihre Arbeit, Studenten und Schüler kehrten zu ihren Familien zurück. Ihnen allen fehlte lange und fehlt oft immer noch das tägliche Einkommen, um Nahrungsmittel zu kaufen. Neben der Gefahr einer Infektion mit dem Virus droht den Menschen zunehmend eine Hungersnot.

Was unsere Projektpartner tun

In der St. Michael Catholic Church Klinik behandeln die Schwestern der Dienerinnen der Armen normalerweise Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria. Sie versorgen mangelernährte Kinder und Erwachsene; Schwangere können in der kleinen Klinik entbinden. Die Behandlung von Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, kommt für das Team der Gesundheitsstation jetzt noch erschwerend hinzu. Schwester Meskel Kelta, die Leiterin der Klinik, befürchtet einen schnellen Anstieg der Anzahl der Betroffenen. Darauf möchte die Gesundheitsstation bestmöglich vorbereitet sein. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und mit Hilfe von Missio München wollen die Schwestern einen Beitrag zur Prävention von Neuinfektionen, der Behandlung von Erkrankten und Unterstützung von hungernden Familien in den umliegenden Dörfern leisten.

Das Projekt auf einen Blick

Versorgung in der Gesundheitsstation Humbo

Land: Indien

Zielgruppe: 2.500 Kinder, Frauen und Männer in den umliegenden Dörfern

PartnerInnen vor Ort: Klinikleiterin Schwester Meskel Kelta von den Schwestern der Dienerinnen der Armen 

Unterstützende Organisation: Missio München

Voraussichtliche Projektkosten: 10.000 €

Art der Hilfe: Verteilung von Nahrung; Kauf von Schutzkleidung, -masken und Medikamenten

Wie Sie helfen können

Um die Menschen über die Verbreitung des Virus und entsprechende Schutzmaßnahmen zu informieren, planen die Schwestern Aufklärungskampagnen mit Megaphonen und Broschüren. Konkrete Hilfe in Form von Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung möchten sie vor allem den Ärmsten zukommen lassen. Sie sind von den strikten Vorkehrungen der Regierung gegen die Ausbreitung des Virus am stärksten betroffen. Daher bitten die Schwestern Missio München um einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro zur Versorgung von 2.500 Frauen, Männern und Kindern.

Davon können

1.100 Zentner Mais

1.500 Zentner Bohnen

100 Liter Speiseöl

Schutzkleidung und -masken, Handschuhe, Alkohol, Seife und Medikamente gekauft werden.

Die Nahrungsmittel werden in Rationen an die Familien verteilt und die Schutz- und Hygieneartikel in der Gesundheitsstation eingesetzt.

In Zeiten der Pandemie, die keine Grenzen kennt, ist die weltweite Solidarität von Menschen in der Einen Welt unersetzlich. Für Ihre Verbundenheit mit den Betroffenen in Äthiopien und Ihren Beitrag, der die Versorgung von Hungernden und Kranken ermöglicht, danken wir Ihnen von Herzen!

Solidarisch gegen die Pandemie

Missio München steht seinen Projektpartnern zur Seite – zum Beispiel in Äthiopien: Das Team der kleinen Gesundheitsstation Humbo behandelt Erkrankte, hilft durch Aufklärung Corona-Neuinfektionen zu vermeiden und unterstützt hungernde Familien.


Jetzt weiterlesen

Solidaritätsaktion - 08.09.2020

Gäste aus der Weltkirche werden im Monat der Weltmission 2020 Corona-bedingt wohl nicht anreisen können. Dennoch sind vielerlei Solidaritätsaktionen möglich. Die Missio-Werke haben deshalb entsprechende Handreichungen veröffentlicht.

Artikel lesen