Ordensschwestern, die den Schwächsten helfen

  • © Bild: Siervas del Plan de Dios
  • Peru - Finanzielle Unterstützung in der Corona-Zeit

Während der Corona-Pandemie wurden auch in Peru Schulen geschlossen. Seitdem beziehen die sechs Schwestern der Siervas del Plan de Dios in Ayacucho, die als Lehrerinnen arbeiten, keinen Lohn mehr. 

Ayacucho, im Süden von Peru, wird auch „die Stadt der 33 Kirchen“ genannt. Hier leben und arbeiten sechs junge Schwestern der Siervas del Plan de Dios, der „Dienerinnen des Plans Gottes“. Die im Jahr 1998 vom damaligen Erzbischof Kardinal Augusto Vargas SJ in Lima gegründete Ordensgemeinschaft nimmt sich vor allem armer und notleidendender Menschen in Peru, Kolumbien, Ecuador, Chile, Italien, Angola und auf den Philippinen an. Als die Corona-Pandemie das Andenhochland erreicht hat, mussten auch hier die Schulen geschlossen werden. Die Schwestern, die sich selbst finanzieren und als Lehrerinnen arbeiten, haben seitdem keinen Lohn mehr erhalten. Auch die Spenden, von denen sie zwischenzeitlich lebten, sind deutlich zurückgegangen.

Neben dem Schulunterricht und der Katechese kümmern sich die Schwestern in ihrer Einrichtung um elternlose und vernachlässigte Kinder. Außerdem unterstützen sie die an Hunger und Unterernährung leidende Bevölkerung mit Essenspaketen. Viele Menschen leben hier nur von dem, was der karge Boden hergibt und vom Tauschhandel. Die Kindersterblichkeit ist in dieser Region sehr hoch.

Das Projekt auf einen Blick

Finanzielle Unterstützung in der Coronazeit

Land: Peru

Ort: Ayacucho

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche

PartnerInnen vor Ort: Mutter der Versöhnung-Gemeinschaft der Schwesterngemeinschaft Siervas del Plan de Dios

Unterstützende Organisation: Erzbistum München und Freising, Abteilung Weltkirche

Voraussichtliche Projektkosten: 19.300 €

Art der Hilfe: Lebenshaltungskosten

Durch die strengen Ausgangsbeschränkungen sind vor allem Frauen Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Die Schwestern haben ein Gesundheits- und Bildungsprogramm für Familien in extremer Armut aufgebaut und sind in der Krankenpflege aktiv.

Seit der Corona-Pandemie ist es fast unmöglich geworden, die Menschen auf dem Land zu erreichen. Da es fast kein ausgebautes, öffentliches Verkehrsnetz gibt, sind die Schwestern auf den beschwerlichen Wegen durch das Gebirge oft mit Eseln und Pferden unterwegs.

Die Schwestergemeinschaft in Ayacucho rechnet damit, dass sie bis Ende des Jahres keinen Lohn mehr aus dem Schulunterricht beziehen wird. Umso dringender wird eine finanzielle Überbrückung benötigt, um die laufenden Kosten, Lebensmittel, Transport, Versicherung und Gesundheitskosten zu finanzieren.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 19.300 Euro. Das Erzbistum München und Freising beteiligt sich an den Gesamtkosten mit insgesamt 8.700 Euro. Ohne diese Unterstützung können die Schwestern ihre Hilfe für die Menschen rund um Ayacucho nicht mehr fortsetzen.

  

 

© Text: Erzbistum München und Freising, Fachbereich Globales Lernen und Entwicklung

Solidaritätsaktion - 08.09.2020

Gäste aus der Weltkirche werden im Monat der Weltmission 2020 Corona-bedingt wohl nicht anreisen können. Dennoch sind vielerlei Solidaritätsaktionen möglich. Die Missio-Werke haben deshalb entsprechende Handreichungen veröffentlicht.

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