Monat der Weltmission 2019

Mission in Nordostindien: „Wir sind Botschafter an Christi statt“.

Monat der Weltmission

„Die Mission muss weg!“ – so lässt sich dieses blutrote Banner übersetzen. Erzbischof Thomas Menamparampil, 82, begegnete ihm bei einem seiner ersten Besuche in den Dörfern von Nord­ostindien. Heute ist das anders: Die katholische Kirche ist will­kommen, denn sie hat sich einen Ruf als Friedensstifter und soziale Kraft erwor­ben, die das Leben der Menschen verbessern möchte. Aber genügt das, damit die Christen in Zeiten des Hindu­-Nationalismus ihren Platz in der indischen Gesellschaft behaupten können?

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Außerordentlicher Monat der Weltmission

Papst Franziskus hat den Oktober 2019 als Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen. Gemeinsam mit allen Missionswerken weltweit ist Missio München aufgerufen, ins Bewusstsein zu bringen, dass Mission nicht ein Auftrag für wenige Profis ist, sondern für jeden Christen. Ein Kommentar vom Präsident von Missio München, Monsignore Wolfgang Huber.

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Dossier

„Getauft und gesandt: Die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ lautet das Thema des Außerordentlichen Monats der Weltmission im Oktober 2019, der von Papst Franziskus ausgerufen wurde.

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Menschenhandel

Tee aus Assam ist weltbekannt. Doch auf den Plantagen im Nordosten Indiens wird nicht nur mit Tee gehandelt. Menschenhändler nutzen die verzweifelte Lage vieler Teepflückerfamilien aus. Dagegen machen Ordensfrauen mobil – durch Aufklärung und auch durch ein Evangelisierungsprogramm.

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Mission

Lange war christlichen Missionaren der Zutritt in die unwegsame Bergwelt strengstens verboten. Heute ist die katholische Kirche in vielen Dörfern des Bundesstaates Arunachal Pradesh ein gern gesehener Gast. Mit dem Glauben bringt sie auch Entwicklung zu den Menschen. Dafür nehmen Priester und Ordensschwestern oft große Mühen auf sich. Mit Erfolg.

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Ökospiritualität in Nordostindien

Franziskaner entwickeln auf einer Modellfarm in Orlong Hada neue Ideen für einen ökologischen Landbau.

Missio München

Mission in Nordostindien

Die Beispielregion des Weltmissionssonntags am 27. Oktober 2019 von Missio München und Missio Aachen zeichnet ein ganz anderes Bild Indiens als bekannt. Mehr als 200 indigene Völker leben hier, die im Aussehen und ihren kulturellen Praktiken eher an Chinesen, Mongolen oder Burmesen erinnern.

Der nordöstlichste Zipfel Indiens, „Seven Sisters“ genannt, umfasst sieben Bundesstaaten. In Deutschland ist die Region vor allem wegen des guten Tees bekannt, der in den Teegärten von Assam angebaut wird. Weniger bekannt ist Nordostindien für seine lebendige, missionarische Kirche, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebt.

Der Anteil der christlichen Bevölkerung in den nordindischen Bundesstaaten bewegt sich zwischen rund 90 Prozent in Nagaland und einer kleinen Minderheit von vier Prozent in Assam. Die Christen gehören mehrheitlich den indigenen Völkern an.

 

„Touring Sisters“ und Teeplantagen

Wer die „Seven Sisters" besucht, trifft auf Ordensfrauen, die als sogenannte „Touring Sisters“ in die entlegenen Bergdörfer gehen und das einfache Leben der Menschen teilen. Jugendliche, die im Glauben die Kraft finden, aus dem Teufelskreis der Schuldknechtschaft auszubrechen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Junge Adivasi, die als Barfußanwälte ihrer Gemeinschaft helfen, gegen den Menschenhandel auf den Teeplantagen vorzugehen. Menschen, die sich in einer von vielen Konflikten erschütterten Region, von ganzem Herzen für Frieden und Dialog einsetzen.

Sie alle setzen auf ihre Weise das Leitwort der Missio-Aktion aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther um: „Wir sind Botschafter an Christi statt“.

Der Weltmissionssonntag findet am 27. Oktober 2019 statt und wird von Missio München im Erzbistum Bamberg, von Missio Aachen im Bistum Münster ausgetragen.
 

Außerordentlicher Monat der Weltmission

Um weltweit neues Bewusstsein für das Thema „Mission“ zu schaffen, hat Papst Franziskus unter dem Leitwort „Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ einen Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen. Das Gebet, das Zeugnis der Gläubigen und die Reflexion über die zentrale Bedeutung der missio ad gentes stehen bei dem Außerordentlichen Weltmissionsmonat im Mittelpunkt.

Gemeinsam mit Papst Franziskus engagieren sich Missio München und Missio Aachen für die Stärkung des Glaubens und unterstützen die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Durch die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern tragen die beiden Werke dazu bei, dass das Evangelium als Quelle weltweiter Solidarität erfahren und bezeugt wird.

© Missio Aachen/Missio München

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Der Nordosten – das unbekannte Indien

Missio stellt im Monat der Weltmission Nordostindien vor.

Missio Aachen
Weltkirche-Blog

Das Bistum Münster war im März gemeinsam mit Missio in Nordostindien unterwegs. Dort machten sich die Besucher einen Eindruck von der Lebenswirklichkeit und dem Glaubensalltag der Menschen.

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Glaubenszeugen

Missio stellt Glaubenszeugen vor.

Missio Aachen
Dossier

Unter „christlicher Mission“ versteht man die weltweite Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi, dessen friedliche Annahme zum Glauben (Konversion) und zur Glaubensgemeinschaft (Kirche) führt. Schon seit biblischen Zeiten gehört es zur Sendung der Kirche, das Evangelium zu verkünden, zu „evangelisieren”.

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Umwelt-Enzyklika

Das Erzbistum Köln und Missio München fördern das Zentrum für Ökospiritualität in Nordostindien der Franziskaner. Für den Erhalt der Schöpfung sollen einerseits nachhaltige Anbaumethoden vor Ort gefördert, zugleich aber auch geistliche Exerzitien angeboten werden.

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