Das Leben anpacken und gestalten

  • © Bild: Bonifatiuswerk
  • Diaspora - 11.06.2020

Traditionell steht der Diaspora-Sonntag unter einem besonderen Motto. Das Bonifatiuswerk hat das diesjährige nun präsentiert – und zwei Menschen vorgestellt, die es Tag für Tag mit Leben füllen.

„Für mich heißt Hoffnung, dass es etwas gibt, das mich trägt, mich hält und leitet. Und genau das möchte ich den Menschen mitgeben in allem, was uns heute bewegt und uns vielleicht auch manchmal durcheinander bringt“, sagt sie und man glaubt es ihr. Sie, das ist Schwester Lydia Kaps, die das Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco in Magdeburg leitet. Die Nonne, die der weltweiten Ordensgemeinschaft der Don Bosco Schwestern angehört, ist auf dem Plakat zur bundesweiten Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken zu sehen.

Neben der energiegeladenen Ordensfrau steht ein auf den ersten Blick schüchtern wirkender junger Mann. Leonel Oliveira. Der gebürtige Argentinier hat seinen Platz im Don Bosco Haus Magdeburg gefunden. Als pädagogischer Mitarbeiter versteht auch er sich als Hoffnungsträger für andere. „Ich mache ihnen Mut, ihr Leben anzupacken und zu gestalten. Weil ich ihnen Hoffnung gebe, dass ihr Leben gut wird, dass es sinnvoll ist, sich für das eigene Leben einzusetzen, dass ihre Zukunftsperspektive nicht Hartz IV, sondern eine Berufsausbildung ist.“

Mit diesen beiden so unterschiedlichen Hoffnungsträgern setzt das Bonifatiuswerk mit seiner diesjährigen Diaspora-Aktion einen Anker des Vertrauens und der Gewissheit, durch den christlichen Glauben getragen zu sein, gerade jetzt, in einer Zeit, in der sich für viele die Suche nach Hoffnung als eine scheinbar unermüdliche Zerreißprobe durch ihr Leben zieht.

„Die Aktion in diesem Jahr – welches wie kaum ein anderes in der neueren Geschichte von einer weltweiten Krise erschüttert wird – steht unter dem Slogan „Werde Hoffnungsträger“ und soll verdeutlichen, dass gerade die Hoffnung und auch die Solidarität mit unseren Mitmenschen für das gesellschaftliche Miteinander überlebenswichtig sind“, sagt der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

Bonifatiuswerk

In den Mittelpunkt der diesjährigen Aktion hat das Bonifatiuswerk mit Blick auf den Diaspora-Sonntag am 15. November die Arbeit von Schwester Lydia Kaps und Leonel Oliveira vom Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco in Magdeburg gestellt.


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Ein Hoffnungsschimmer

Das heute veröffentlichte Leitwort begreift sich mehr denn je als Hoffnungsschimmer, der zu einem kraftvollen Strahl heranwächst, um auf das aktuelle Leid, die Angst und die Not zu reagieren. Gleichzeitig gibt es ermutigende Handlungen und Initiativen im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich, bei denen sich Menschen unter Gefahr ihrer eigenen Gesundheit für andere einsetzen. „Hoffnung gibt es nicht von allein. Hoffnung können wir nur gemeinsam zum Tragen und Wirken bringen. Wer hofft, der lebt sein Leben auch für andere. Dazu wollen wir ermutigen, dass wir zu Hoffnungsträgern für unsere Mitmenschen werden, dafür steht das Bonifatiuswerk mit seiner Arbeit und Unterstützung, gerade auch in dieser Zeit“, bringt es der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, auf den Punkt.

Passend zum Tag des heiligen Bonifatius, am 5. Juni, hat das Bonifatiuswerk das Leitwort seiner Diaspora-Aktion veröffentlicht, ein besonderer Tag für das Hilfswerk, das seinen Namensgeber, den „Apostel der Deutschen“ ehrt.

Am Diaspora-Sonntag, dem dritten Sonntag im November, sammelt die katholische Kirche in allen Gottesdiensten für die Arbeit und Hilfe des Bonifatiuswerkes. Jährlich kommen bis zu zwei Millionen Euro zusammen, mit denen Katholiken in Diasporaregionen in Deutschland, Nordeuropa und in Estland und Lettland unterstützt werden. Dieses Jahr kommt die Spende unter anderem dem Don Bosco Haus in Magdeburg zugute.

Hausgottesdienst

Schon jetzt spendet das Bonifatiuswerk Hoffnung. Ein Hausgottesdienst zum Thema Hoffnung und weitere Impulse und Anregungen für Familien und Gemeinden stehen ab sofort zum Download bereit: https://www.bonifatiuswerk.de/de/aktionen/diaspora-aktion/

© Text: Bonifatiuswerk