„Wir sind getauft und gesandt!“

  • Außerordentlicher Monat der Weltmission

Papst Franziskus hat den Oktober 2019 als Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen. Gemeinsam mit allen Missionswerken weltweit ist Missio München aufgerufen, ins Bewusstsein zu bringen, dass Mission nicht ein Auftrag für wenige Profis ist, sondern für jeden Christen. Ein Kommentar vom Präsidenten von Missio München, Monsignore Wolfgang Huber.

„Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt“, lautet das Leitwort, das uns der Heilige Vater dafür mit auf den Weg gibt. Er betont damit die Verantwortung eines jeden Getauften, die Frohe Botschaft nicht für sich zu behalten, sondern sie mit Freude weiterzugeben. Dieser Gedanke knüpft an die päpstliche Enzyklika an, die neu erschienen ist, als ich 2014 meinen Dienst als Missio-Präsident angetreten habe und die mir nach wie vor besonders aus dem Herzen spricht: Evangelii Gaudium, zu deutsch die Freude am Evangelium, heißt das Schreiben, in dem der argentinische Papst auf berührend schöne Weise in Worte fasst, was es mit uns macht, wenn wir uns vom Evangelium ergreifen lassen.

Monsignore Wolfgang Huber mit Indigenen bei seinem Besuch in Nordostindien im Februar 2019.

Missio München

Im Fokus der Aktionen rund um den Monat der Weltmission steht in diesem Jahr der Nordosten Indiens. Die Region zwischen Bangladesch, China und Myanmar ist über einen schmalen Korridor mit Zentralindien verbunden.

Sie ist von einer ethnischen, sozialen und religiösen Vielfalt geprägt: Indigene Stämme, die sich selbst als „Tribes“ bezeichnen, leben dort neben Bengalis und Einwanderern aus den angrenzenden Nachbarländern.

Separatistische Bewegungen und Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen sorgen immer wieder für Unruhen. Unter den 17 Prozent Christen bilden „Tribals“ die Mehrheit. In entlegenen Bergdörfern leben diese meist in großer Armut.

Knapp vier Wochen lang werden unsere Partner aus Nordostindien im Oktober in Bayern und der Diözese Speyer zu Gast sein. Unter ihnen ist auch der emeritierte Erzbischof Thomas Menamparampil, der aufgrund seiner Rolle als Vermittler in Konfliktsituationen in der gesamten indischen Gesellschaft hohes Ansehen genießt.

Dossier

Um weltweit neues Bewusstsein für das Thema „Mission“ zu schaffen, hat Papst Franziskus unter dem Leitwort „Getauft und gesandt: die Kirche Christi missionarisch in der Welt“ einen Außerordentlichen Monat der Weltmission ausgerufen.


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Ich würde mich freuen, wenn Sie ihm oder den anderen Gästen bei einer der zahlreichen Veranstaltungen, die wir mit den bayerischen Diözesen und dem Bistum Speyer organisieren, begegnen können und sich austauschen. Feierlicher Höhepunkt wird der Weltmissionssonntag am 27. Oktober sein.

Erzbischof Ludwig Schick und seine gastgebende Erzdiözese Bamberg feiern ihn mit uns im Bamberger Dom. Freuen Sie sich auch auf die Khublei Dancers, die Tanzgruppe aus Nordostindien, die Anmut und Rhythmus ihrer Heimat zu uns bringt!

Von Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von Missio München

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