Nachrichten aus dem Jahr 2014

- 11.02.2014

Das am 23. Januar vereinbarte Waffenstillstandsabkommen für den Südsudan besteht anscheinend nur auf dem Papier. Immer wieder flammen Kämpfe zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und dem früheren Vizepräsidenten Riek Machar auf. Der aus Berlin stammende Comboni-Missionar Pater Gregor Schmidt lebt seit März 2009 im Südsudan. Im Interview mit dem Internetportal Weltkirche spricht er über die Lage vor Ort und erklärt, welche Rolle die verschiedenen Ethnien im Konflikt spielen.

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- 11.02.2014

Der Mann, der die Risse kitten soll, ist seit mehr als 30 Jahren Priester. Diese seelsorgerische Erfahrung wird Luis Alfonso Coto brauchen, denn der neue Leiter des Menschenrechtsbüros im Erzbistum San Salvador weiß um die Schwere seine Aufgabe. „Ich bin ja erst seit ein paar Wochen im Amt“, sagt er mit ruhiger Stimme. „Aber man spürt deutlich, dass die Entscheidung des Erzbischofs Spuren hinterlassen hat.“ Coto bemüht sich nicht, die Folgen der Schließung der „Tutela Legal“ zu beschönigen: „Bislang hatten die Menschen in El Salvador uneingeschränktes Vertrauen zur Kirche.“ Nun sei bei vielen ein Vertrauensverlust zu spüren.

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- 11.02.2014

Die kolumbianische Guerillabewegung FARC fordert eine Aufklärung des seit 50 Jahren schwelenden Konflikts im Land. Es brauche eine internationale Kommission, die die Wahrheit der Gewalt zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla aufdecke, sagte die niederländische FARC-Anhängerin Tanja Nijmeijer im Interview der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag).

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- 10.02.2014

Ein Saftproduzent in Kenia, der Zehntausenden Kleinbauern im Land das Einkommen sichert. Oder ein deutscher Hersteller von Solarmodulen für die Menschen in Afrika, der den Verkauf via Mobiltelefon und über Kleinkredite abwickelt. Das sind Erfolgsgeschichten, von denen sie bei der in Köln ansässigen Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) gern berichten. Aber würden dazu auch Geschäfte mit einem honduranischen Palmöl-Unternehmer passen, dem Landraub , Bestechlichkeit, ja sogar Mord vorgeworfen werden?

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- 10.02.2014

Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ (Jesus-Zitat aus dem Evangelium nach Matthäus, Kapitel 20, Vers 25b–26). Wie kann die Kirche dieses Gebot Jesu einlösen? Ein Beitrag von Entwicklungs-Expertin Sonja Grolig:

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- 07.02.2014

Bei der Vergabe von Olympischen Spielen muss nach den Worten des Bamberger katholischen Erzbischofs Ludwig Schick die eigentliche Idee wieder im Mittelpunkt stehen. Im Interview kritisiert der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz die hohen Kosten in Sotschi und mahnt deutlichere Worte zu Menschenrechtsverletzungen an.

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- 07.02.2014

Der kolumbianische Kardinal Rubén Salazar Gómez verlangt eine Bestrafung der Verantwortlichen für das Abhören der Friedensverhandlungen zwischen Rebellen und Regierung. Er hoffe, dass die Schuldigen bald gefunden und verurteilt würden, sagte der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz am Rande der Bischofsvollversammlung am Mittwoch in Bogotá. „Es muss deutlich werden, dass solche Praktiken in Kolumbien bestraft werden“, so Salazar.

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- 07.02.2014

Einen Durchbruch auf dem deutschen Süßwarenmarkt verspricht Fairtrade-Deutschland mit seinem neuen Fairtrade-Kakao-Programm . Dieses erlaubt die Zertifizierung von einzelnen fair gehandelten Rohstoffen in Naschwaren, wie Schokoriegeln oder -keksen. Die übrigen Inhaltstoffe müssen dabei nicht aus Fairem Handel stammen. Im Interview mit dem Internetportal Weltkirche erklärt Robin Roth, Geschäftsführer der Fair-Handels-Gesellschaft GEPA , was er von dem neuen Kakao-Programm hält.

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- 06.02.2014

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts soll künftig vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gesteuert werden. Das Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor betrachtet diese im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung vorgesehene Planung mit großer Skepsis.

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- 06.02.2014

Zum heutigen Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung mahnen Politiker und Vertreter von Kirche und Zivilgesellschaft zu einem Ende dieser Praxis. Die deutsche Sektion des UN-Frauen-Komitees erinnerte am Mittwoch in Berlin an die schweren gesundheitlichen und seelischen Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung. Das Komitee begrüßte zugleich, dass die Menschenrechtsverletzung in Deutschland inzwischen als eigener Strafbestand anerkannt sei. Dies biete Betroffenen eine Rechtsgrundlage und die Täter könnten zur Verantwortung gezogen werden.

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- 06.02.2014

Es ist der Moment in dem eigentlich der Abspann beginnt, weil der Film zu Ende, die Geschichte erzählt ist. Die Flucht ist geglückt. Zehn Jahre Haft, Folter und Verfolgung liegen hinter der jungen Journalistin aus der Türkei, die es wagte, gegen das System aufzubegehren. Nun ist sie in Deutschland angekommen und alles wird gut.

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- 05.02.2014

600.000 Euro hat das katholische Hilfswerk Misereor nach dem schweren Taifun auf den Philippinen bislang für Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen bereitgestellt. „Der Wille der Menschen, ihr Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen, ist für mich greifbar und spürbar“, sagt Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Mittwoch nach einem Besuch der besonders schwer betroffenen Regionen der Inselgruppe. Nach wie vor seien die Spuren der Katastrophe allgegenwärtig.

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- 05.02.2014

Vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat die katholische Deutsche Bischofskonferenz die kritische Debatte über Russlands Politik und Menschenrechtsfragen gerechtfertigt. Zugleich warnte sie davor, die Olympiade durch politische Diskussionen vollständig zu überschatten.

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- 04.02.2014

Die von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und anderen führenden Politikern angestoßene Debatte über ein verstärktes militärisches Engagement der Bundesrepublik in Krisengebieten geht weiter. Kritik an dem Vorstoß übte der stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler in der „Bild“-Zeitung (Montag). Seine Partei stehe solchen Einsätzen reserviert gegenüber. Rückendeckung erhielt die Ministerin von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU). Vertreter von Kirche und Hilfswerken hatten sich zuvor zurückhaltend geäußert.

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- 03.02.2014

Die griechisch-katholischen Bischöfe der Ukraine haben vor einem „Weg des Terrors“ seitens der Regierung gewarnt und sich hinter die Opposition gestellt. In einem am Sonntag in den Gottesdiensten verlesenen Hirtenbrief zollen sie den Demonstranten, die in Kiew und anderen Städten für eine bessere Zukunft des Landes auf die Straße gehen, Respekt und Dankbarkeit. Diese Menschen zeichne eine politische und geistige Reife aus.

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- 03.02.2014

Die Weltkirche ist dem Münchner Domkapitular Wolfgang Huber nicht fremd: Im Ordinariat hat er für diesen Bereich schon länger die Verantwortung übernommen genauso wie er sich lange Zeit um die Seelsorge der rund 150.000 fremdsprachigen Katholiken in der Erzdiözese München-Freising gekümmert hat. Künftig wird sich der 51-jährige Dompfarrer nun nur noch weltweiten Projekten widmen. Denn Huber ist Nachfolger des Augustinerpaters Eric Englert als Präsident des internationalen katholischen Missionswerk Missio München .

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- 03.02.2014

Nein es ist und war nicht das Hornberger Schießen. Aber es war nicht viel mehr zu erwarten, als eine Erleichterung der Menschen in Homs durch humanitäre Lieferungen. Das Elend wird weitergehen, weil die syrische Rebellion von Anfang an nicht den Bonus von Europa zuerkannt bekam wie die in Ägypten, Tunesien, Jemen.

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- 03.02.2014

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon über die Fortführung der globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda nach 2015 gesprochen. Sie soll die 2015 auslaufenden Millenniumsentwicklungsziele ablösen. Ban Ki Moon traf den Minister vergangenen Donnerstag in Berlin zum Auftakt seines Deutschlandbesuches. Wie das Ministerium nach dem Treffen mitteilte, standen ferner aktuelle Krisenherde wie Syrien und die künftige Rolle der Vereinten Nationen in der weltweiten Entwicklungspolitik im Mittelpunkt des Gesprächs.

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- 03.02.2014

Der neue Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will die Unterstützung für Afrika ausbauen. Die Bevölkerung von derzeit rund 1 Milliarde Menschen werde sich auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde bis 2050 verdoppeln, sagte Müller am Mittwochabend im Bundestag. Mit Blick auf die weltweite Hungerproblematik erklärte der Bundesminister, er wolle die „Anstrengungen mit einer Sonderinitiative für eine Welt ohne Hunger verstärken und in Mali, in Zentralafrika einen Schwerpunkt setzen.“ Müller kündigte an, mit jährlich 1 Milliarde Euro gezielt die ländliche Entwicklung in Afrika voranzubringen.

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- 31.01.2014

Die Deutsche Bischofskonferenz hat im Januar 2014 die zweite Auflage des Apostolischen Schreibens Evangelii gaudium von Papst Franziskus veröffentlicht. Nachdem die Erstauflage in Höhe von 50.000 Exemplaren innerhalb einer Woche vergriffen war, sind nun weitere 50.000 Exemplare gedruckt worden. Noch nie zuvor ist ein Papstdokument in so hoher Auflage und so kurzer Zeit abgerufen worden.

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- 31.01.2014

Lange hielten sich die Bischöfe El Salvadors zurück. Erst in den letzten Tagen vor der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag meldete sich die katholische Kirchenleitung in dem mittelamerikanischen Land zurück. „Die Behörden müssen den Rechtsstaat festigen, die Sicherheit der Bürger gewährleisten und weise und standhaft jener Gewalt gegenübertreten, die so viele Leben in unserem Land gekostet hat“, heißt es in einer Stellungnahme der Bischöfe. Tatsächlich ist Gewalt in El Salvador eines der beherrschenden Themen des Wahlkampfs geworden, nachdem zuletzt die Mordrate wieder leicht anstieg.

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- 30.01.2014

In dem seit Monaten schwelenden Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik fordert der Erzbischof von Bangui ein stärkeres militärisches Eingreifen der Vereinten Nationen. Das bisherige Engagement der Europäischen Union könne nur der Anfang sein, sagte Dieudonné Nzapalainga am Mittwoch im Gespräch mit dem Internetportal Weltkirche in Bonn. „Darum haben Imam Oumar Kobine Layama und ich eine Ausweitung der aktuellen UN-Mission der Vereinten Nationen erbeten“, sagte Nzapalainga.

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Bildung - 30.01.2014

Die globale Bildungskrise kostet die Weltgemeinschaft jährlich 129 Millionen US-Dollar. Rund 250 Millionen Kinder könnten kaum lesen, schreiben und rechnen, obwohl die Hälfte von ihnen mindestens für vier Jahre eine Schule besucht habe. Das geht aus dem UNESCO-Weltbildungsbericht hervor, der am Mittwoch in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba vorgestellt wurde. Grund dafür sei vor allem die mangelnde Qualität der Lehrerausbildung.

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- 29.01.2014

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gilt seit Langem als wichtigste Größe, um sich ein Bild über den Wohlstand eines Landes zu machen. Es erfasst alle Waren und Dienstleistungen, die jährlich innerhalb der Landesgrenzen produziert werden. Viele wichtige Aspekte, die das Leben der Menschen prägen, bleiben dabei unberücksichtigt – so wie Bildung, Gesundheit, Lebenszufriedenheit oder Umwelt.

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- 28.01.2014

In der Nacht zum Montag hat das tunesische Parlament die neue Verfassung des Landes bestätigt, drei Jahre nach dem Sturz der langjährigen Regierung im „Arabischen Frühling“. Der Ordensmann der Weißen Väter Ramon Esheverria (71) lebt seit 23 Jahren in Tunis. In Interview warnt er vor zu großer Euphorie; die Regierung müsse nun erst einmal die wirtschaftlichen Probleme lösen.

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- 28.01.2014

Im Norden Nigerias sind in den vergangenen Tagen mehrere Dutzend Menschen durch Anschläge der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram ums Leben gekommen. In der Stadt Chakawa im Bundesstaat Adamawa sollen bis zu 40 Menschen getötet worden sein, die in einer katholischen Kirche den Sonntagsgottesdienst besuchten. Chakawa liegt unweit der Grenze zum Bundesstaat Borno, wo Boko Haram ihr Hauptquartier hat.

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- 27.01.2014

Bis zum Jahr 2050 könnten sich die Ackerflächen weltweit um bis zu 849 Millionen Hektar ausweiten – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Davor warnt der Internationale Ressourcenrat in seinem Globalen Landnutzungsbericht , der Ende vergangener Woche am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos vorgestellt wurde.

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- 27.01.2014

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisewarnung für den Südsudan aktuell bestätigt. Ausländer verlassen das Land, Firmen und Behörden holen ihre Leute zurück. Die Angst vor weiteren Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen ist zu groß.

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- 24.01.2014

Von oben schaut die Berenhynia, Figur aus der slawischen Mythenwelt, hinunter auf den Maidan: Der Platz in der Kiewer Innenstadt ist seit Wochen von Demonstranten besetzt. Dort protestieren sie, seit Präsident Viktor Janukowitsch die Unterschrift unter das Assoziierungsabkommen mit der EU verweigerte und sich stattdessen wieder mehr Russland zuwandte. Eine große Zeltstadt haben sie errichtet, mit blau-gelben Fahnen und Barrikaden aus Autoreifen, Parkbänken und Schutt.

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- 23.01.2014

Die katholische Kirche sieht in der Auseinandersetzung in der Zentralafrikanischen Republik keinen Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Sowohl die bischöfliche Kommission Justitia et Pax und Caritas international als auch die Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) warnten davor, die religiöse Komponente des Konflikts überzubewerten.

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