EU-Agrarpolitik: Landvolk sieht Änderungsbedarf bei vorliegenden Konzepten

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  • Gemeinsame Agrarpolitik - 23.03.2020

Im kommenden Jahr beginnt die neue Förderperiode im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union, die Debatte über deren Ausgestaltung ist in vollem Gange. Die ländlichen Organisationen der beiden großen Kirchen pochen auf Änderungen bei den bislang vorliegenden Konzepten.

In einem gemeinsam veröffentlichten Diskussionspapier fordern die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) und der Evangelische Dienst auf dem Land (EDL) eine nachhaltige Landwirtschaft in ökonomischer, sozialer und ökologischer Dimension, mit  Fokus auf bäuerliche Landwirtschaft mit inhabergeführten Betrieben. Dabei solle, so die Verbände in einer Pressemitteilung, eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise sowie eigenverantwortliche Arbeit im Mittelpunkt stehen. Besonderen Wert messen die Initiatoren auch dem Schutz der Umwelt, dem Erhalt der natürlichen Artenvielfalt und dem Respekt vor den Mitgeschöpfen und der Schöpfung bei.

Für die Planung und Umsetzung der neuen gemeinsamen Agrarpolitik mahnen KLB und EDL an, diese „einfach, transparent und verlässlich" zu gestalten und Bauern in der Klimadebatte nicht als Gegner zu sehen: „Wir sind der festen Überzeugung, dass mit einer so ausgerichteten Landwirtschaft den vor uns liegenden Herausforderungen begegnet werden kann und Landwirtschaft dann weniger ein Teil des Umwelt- und Klimaproblems ist, als vielmehr ein wesentlicher Teil der Lösung."

Förderperioden und Säulen

Die  Förderperioden für die Landwirtschaft laufen in der Europäischen Union normalerweise über einen Zeitraum von sieben Jahren, die kommende beginnt im Jahr 2021. Die gemeinsame Agrarpolitik steht dabei auf zwei Säulen: Direktzahlungen an Landwirte auf der einen, gezielte Förderprogramme für nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung sowie ländliche Entwicklung auf der anderen Seite.