Für das Vergangene danken – das Heute leidenschaftlich leben

  • 1. Fastenwoche

Papst Franziskus hat sich zum Jahr des geweihten Lebens mit einem Apostolischen Schreiben an die Ordensleute in der Kirche gewandt. Auch in Interviews und Ansprachen, die in einem Dokument der Vatikanischen Kongregation „Freut euch“ zusammengefasst sind, hat er immer wieder dazu aufgerufen, die ursprüngliche Berufung mit „leidenschaftlicher Liebe“ zu leben, „sich vom Evangelium hinterfragen zu lassen“ und auf die Nöte und Herausforderungen in Welt und Kirche kreativ zu antworten.

Anhand einiger Texte aus diesen Quellen hat das Netzwerk Afrika Deutschland sieben Fastenimpulse formuliert, die in den Wochen der Fastenzeit zum Nachdenken und zum Gespräch anregen sollen.

  • Das erste Ziel (des Jahres des geweihten Lebens) ist, dankbar auf die Vergangenheit zu schauen … Jede charismatische Familie (sollte) sich ihrer Anfänge und ihrer geschichtlichen Entwicklung erinnern, um Gott zu danken, der der Kirche so viele Gaben geschenkt hat ... Die eigene Geschichte zu erzählen ist unerlässlich, um die Identität lebendig zu erhalten wie auch um die Einheit der Familie und das Zugehörigkeitsgefühl ihrer Mitglieder zu festigen.
  • Es geht nicht darum, Archäologie zu betreiben oder nutzlose Nostalgien zu pflegen, sondern vielmehr darum, den Weg der vergangenen Generationen nachzugehen, um auf ihm den inspirierenden Funken, die hohen Bestrebungen, die Pläne und die Werte wahrzunehmen, die sie bewegt haben … Es ist eine Weise, sich bewusst zu werden, wie das Charisma im Laufe der Geschichte gelebt wurde, welche Kreativität es freigesetzt hat, welchen Schwierigkeiten es sich stellen musste und wie diese überwunden wurden.
  • Für die Gründer und Gründerinnen war das Evangelium die Regel schlechthin, jede andere Regel wollte nur ein Ausdruck des Evangeliums sein und ein Hilfsmittel, es in Fülle zu leben. Ihr Ideal war Christus, sich ganz und gar ihm zu verbinden bis zu dem Punkt, mit Paulus sagen zu können: „Für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn“ (Phil 1,21); die Gelübde hatten nur den Sinn, diese ihre leidenschaftliche Liebe zu verwirklichen. Die Frage ist …, ob und wie wir uns vom Evangelium hinterfragen lassen … Es reicht nicht es zu lesen … es reicht nicht es zu meditieren. Jesus verlangt von uns, es zu verwirklichen, seine Werte zu leben.
  • Dieses Jahr fordert uns außerdem auf, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben. Die dankbare Erinnerung an die Vergangenheit drängt uns, im aufmerksamen Hinhören auf das, was der Geist heute der Kirche sagt, die grundlegenden Aspekte unseres geweihten Lebens immer tiefgreifender zu verwirklichen. Entsprechen unsere Dienste, unsere Werke, unser Zugegensein dem, was der Geist von unseren Gründern verlangt hat; sind sie geeignet, dessen Ziele in der Gesellschaft und der Kirche von heute zu verfolgen? Gibt es etwas, das wir ändern müssen?

Quelle: Apostolisches Schreiben von Papst Franziskus zum Jahr des geweihten Lebens

Fragen

  • Wann habe ich mich das letzte Mal mit den Schriften der Gründerin / des Gründers beschäftigt?
  • Wie können wir inspirierende Texte aus den Quellen unseres Charismas in unser Gemeinschaftsgebet einfließen lassen?

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Mit Papst Franziskus durch die Fastenzeit

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Netzwerk Afrika Deutschland

Die Fastenimpulse wurden erstellt vom Netzwerk Afrika Deutschland (NAD). In diesem sind über 40 katholische Ordensgemeinschaften zusammengeschlossen, die in Afrika Missions- und Entwicklungsarbeit leisten. Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie unter

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