Den Schatz des Evangeliums weiterschenken

  • 7. Fastenwoche

Das Konzil machte jeden Christen verantwortlich für die Verkündigung der Frohen Botschaft. Papst Franziskus will die ganze Kirche in einen Zustand permanenter Evangelisierung versetzen. Nicht als Pflicht oder Last, sondern aus der Freude am Evangelium, aus der persönlichen Erfahrung der Liebe Jesu. Das ist für jeden und überall möglich: durch die Verkündigung, durch die Zuwendung zu dem Armen und Schwachen, durch das Zeugnis geschwisterlichen Miteinanders, durch eine neue Synthese von Glauben und heutiger Kultur.

  • Evangelisieren bedeutet das Reich Gottes in der Welt gegenwärtig zu machen. (176) Jünger sein bedeutet, ständig bereit zu sein, den anderen die Liebe Jesu zu bringen, und das geschieht spontan an jedem beliebigen Ort, am Weg, auf dem Platz, bei der Arbeit, auf der Straße. (127) Das Leben wird reifer und reicher, je mehr man es hingibt, um anderen Leben zu geben. Darin besteht letztendlich die Mission. ( Evangelii Gaudium 10)
  • Der erste Beweggrund, das Evangelium zu verkünden, ist die Liebe Jesu, die wir empfangen haben; die Erfahrung, dass wir von ihm gerettet sind, der uns dazu bewegt, ihn immer mehr zu lieben. Die beste Motivation, sich zu entschließen, das Evangelium mitzuteilen, besteht darin, es voll Liebe zu betrachten, auf seinen Seiten zu verweilen und es mit dem Herzen zu lesen … Dazu ist es notwendig, einen kontemplativen Geist wieder-zuerlangen, der uns jeden Tag neu entdecken lässt, dass wir Träger eines Gutes sind, das menschlicher macht und hilft, ein neues Leben zu führen. Es gibt nichts Besseres, das man an die anderen weitergeben kann. (264)
  • Wir haben einen Schatz an Leben und Liebe, der nicht trügen kann, eine Botschaft, die nicht manipulieren noch enttäuschen kann. Es ist eine Antwort, die tief ins Innerste des Menschen hinab fällt und ihn stützen und erheben kann. Es ist die Wahrheit, die nicht aus der Mode kommt, denn sie ist in der Lage, dort einzudringen, wohin nichts anderes gelangen kann. (265)
  • Die Kirche wächst nicht durch Prosyletismus, sondern durch Anziehung. Die Christen haben die Pflicht, (das Evangelium) ausnahmslos allen zu verkünden, nicht wie jemand, der eine neue Verpflichtung auferlegt, sondern wie jemand, der eine Freude teilt, einen schönen Horizont aufzeigt, ein erstrebenswertes Festmahl anbietet. (14) Die Christen aller Gemeinschaften der Welt möchte ich besonders um ein Zeugnis brüderlichen Miteinanders bitten, das anziehend und erhellend wird… damit alle bewundern können, wie ihr euch umeinander kümmert …, ermutigt und einander begleitet. (99)
  • Letztlich ist eine Verkündigung des Evangeliums anzustreben, welche eine neue Synthese des Evangeliums mit der Kultur … hervorruft. (129) Jedes Volk ist Schöpfer der eigenen Kultur und der Protagonist der eigenen Geschichte … Jeder Mensch ist zugleich Kind und Vater der Kultur, in der er eingebunden ist. Wenn in einem Volk das Evangelium inkulturiert worden ist, gibt es in seinem Prozess der Übermittlung der Kultur auch den Glauben auf immer neue Weise weiter. (122) Der Glaube kann nicht in die Grenzen des Verständnisses und der Ausdrucksweise einer besonderen Kultur eingeschlossen werden. (118)

Fragen

  • Was kann ich dazu beitragen, dass meine Familie, meine Gemeinschaft, meine Gemeinde durch gelebte Geschwisterlichkeit für andere anziehend wird?
  • Die sozialen Kommunikationsmittel haben in der jungen Generation einen kulturellen Umbruch bewirkt. Wie kann die Botschaft Jesu in dieser neuen Kultur Ausdruck finden?

Weitere Inhalte

Mit der „Freude des Evangeliums“ durch die Fastenzeit

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Mit freundlichem Dank für die Bereitstellung an das Netzwerk Afrika Deutschland .

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