„Schönste Reise meines Lebens“

  • Reisetagebuch - 11.03.2014

Nach zwei Wochen im Senegal lässt sich das meiste Gesehene noch gar nicht verarbeiten, geschweige denn in Worte fassen. Was allerdings die tiefsten Eindrücke hinterlassen hat, ist die Mentalität der Menschen hier: Alle sind höflich zueinander und behandeln sich mit gegenseitigem Respekt. Selbst zwischen Muslimen und Christen herrscht eine freundschaftliche Beziehung.

Aber nicht nur die Menschen sind großartig, das ganze Land ist wunderschön. Jedoch gibt es ein riesen Problem: den Müll! Im Senegal ist überall Müll. Es ist erschreckend, was für unglaubliche Mengen davon im ganzen Land verteilt sind!

Die Zeit, die wir mit den senegalesischen Jugendlichen verbracht haben – sei es im Bus, beim Essen oder nur am Abend auf einer Bank vor dem „Maison“ – wird mir auf ewig in Erinnerung bleiben. Es wurden Freundschaften geknüpft, die hoffentlich ewig halten werden und es gab Momente, die ich nicht vergessen werde!

Die Fahrt in den Senegal war bis jetzt auf jeden Fall die interessanteste und schönste Reise meines Lebens. Ich werde die Zeit, die wir hier verbracht haben, niemals vergessen und hoffe, dass ich möglichst bald wieder zurückkommen kann.

Von Wolf Kaulen (Ebermannstadt)

„Ein unvergessliches Erlebnis“

Die Reise in den Senegal war ein unvergessliches Erlebnis für mich. Senegal ist ein Land, das man am besten mit dem Wort „Vielfalt“ beschreiben kann. Landschaftlich ist es einerseits sehr trocken und der Boden ist von Saharasand bedeckt, andererseits entdeckt man auch grüne Bäume und fruchtbaren Boden. Obwohl Senegal ein so genanntes Entwicklungsland ist, hat es viele Seiten, die es ganz besonders und wertvoll machen.

Trommeln, Tanzen und Singen: Musik spielt eine große Rolle im Senegal. Ann-Kathrin Thönnes

Senegal ist ein total gastfreundliches Land: Wo immer man auch hinkommt, man wird mit einer unglaublichen Herzlichkeit und Offenheit empfangen, von der wir Europäer sicher etwas lernen können. Senegalesen strahlen eine entwaffnende Lebensfreude aus, die mich auf unserer Reise immer wieder angesteckt hat. Ich bin ein Mensch, für den Musik im Leben eine sehr große Rolle spielt. Auch das Leben im Senegal scheint mir immer von Musik begleitet zu sein. Auf fast jeder Busfahrt sangen wir mit den Senegalesen oder hörten ihnen beim Trommeln zu. Im Senegal drückt Musik Lebensfreude aus. Musik gibt den Menschen hier Hoffnung.

Wenn ich wieder nach Hause komme, werde ich viele spannende Erlebnisse und Erinnerungen aus dem Senegal im Gepäck mitbringen und sicher noch einige Zeit Ohrwürmer von senegalesischen Liedern haben.

Von Miriam Groh (Forchheim)

Vieles gelernt

Deutschlands Sauberkeit, Ordnung und Luxus gegen Senegals buntes Leben, seine Fröhlichkeit und Gelassenheit zu tauschen, war eine wunderschöne Erfahrung, für die ich unglaublich dankbar bin. Hier wird das Leben auf eine andere Weise gelebt, hier stehen andere Werte und Erwartungen im Mittelpunkt. Auch in der kurzen Zeit habe ich Vieles von den Senegalesen gelernt, mit Sicherheit mehr, als ich ihnen geben konnte.

Ich hoffe, dass der Austausch zwischen Bamberg und Thiès auch in Zukunft aus Geben und Nehmen bestehen wird, dass wir Deutschen unseren Reichtum teilen und dafür etwas von der Leichtigkeit und Bescheidenheit lernen, mit der Senegalesen ein – wie es mir scheint – glückliches und zufriedenes Leben leben.

Von Fiona Rupprecht (Neunkirchen)

Während des Jugendaustauschs sind viele Freundschaften entstanden. Ann-Kathrin Thönnes

Offenheit und Herzlichkeit

Es ist eigentlich unmöglich, die vergangen Tage in Worte zu fassen. Ich kann nur sagen, dass ich fasziniert von dem ganzen Land bin. Ich kam mir wirklich wie in einer anderen Welt vor und dennoch habe ich mich von Anfang an so wohl und willkommen gefühlt. Das lag zum großen Teil einfach an der Offenheit und Herzlichkeit der Senegalesen, die wir überall spüren konnten. Man merkt auch schnell, was einem im Leben wirklich wichtig, und was nur überflüssiger Luxus ist. Gleichzeitig schätzt man auch manche Sachen nun mehr, wie zum Beispiel warmes Wasser beim Duschen.

Mein persönliches Highlight war neben dem ständigen Tanzen und Singen mit den Senegalesen der Besuch im Kindergarten, als beim Faschingsumzug die Kinder zu uns rannten, uns die Hände reichten und sie nicht mehr loslassen wollten. Zwei kleine Mädchen nahmen immer meine Hände, sobald ich sie frei hatte und zusammen liefen wir dann in der Menge. Es war so ein schönes Gefühl, wie sie mich mit ihren großen staunenden Augen anschauten, fast so als wäre ich ihre Beschützerin.

Die Eindrücke hier waren einfach fantastisch und so nehme ich Abschied mit der freudigen Erwartung, einige unserer neuen Freunde in Deutschland wiederzusehen.

Von Miriam Blum (Hausen)

Mit Singen und Tanzen verbrachten Miri Blum und Miri Groh den Nachmittag in ihrer Gastfamilie. BDKJ Bamberg

Und bis wir uns wiedersehen …

Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Wir haben viel gesungen, getanzt und sehr viel gelacht. Haben das Land und viele seiner schönen, aber auch nicht so schönen Orte kennenlernen dürfen. Es hat immer großen Spaß mit unseren senegalesischen Freunden gemacht. Am Dienstag hatten wir den ganzen Tag Zeit für uns. Viele, wie auch ich, sind zum Künstlerdorf gelaufen. Dort gibt es viele selbstgemachte Dinge zu kaufen, wie zum Beispiel geschnitztes Salatbesteck, geflochtene Körbe, bunte Tücher oder Ledertaschen. Da war mit Sicherheit für Jeden etwas dabei.

Gestern Abend hieß es Abschied nehmen, wir feierten noch einmal ein großes buntes Fest mit all unseren Freunden. Es wurde wie immer viel getanzt, gesungen und gelacht. Doch nun heißt es „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“.

Von Bianca Köhler (Rattelsdorf)

Momente wie dieser

Nach dem Abendessen sitzen wir noch ein bisschen zusammen. Es gab Bratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelbrei, außerdem das senegalesische Nationalgericht Yassa – Austausch, auch kulinarisch. Aus einer Ecke ist ein leises Summen zu hören. Es wird lauter, melodischer. Drei unserer senegalesischen Freunde haben angefangen, zu singen. Nach und nach stimmen alle am Tisch mit ein. 40 Menschen singen mehrstimmig, völlig spontan und über zehn Minuten lang „The lion sleeps tonight“.

Es sind Momente wie dieser, die den Jugendaustausch für mich so wertvoll machen und die mir wohl noch sehr lange in Erinnerung und im Herzen bleiben werden. Momente, in denen spontan stattfindet, was die Partnerschaft zwischen Bamberg und Thiès erreichen will: Begegnung, Freundschaft und Gemeinschaft. Momente, in denen deutlich wird, dass uns trotz aller Unterschiede sehr viel verbindet: unsere Werte, unsere Träume, unsere Ideen und unsere Vorstellungen von einer gerechteren Welt.

Von Ann-Kathrin Thönnes (Bamberg)

© BDKJ Bamberg

Reisetagebuch

Alle Fotos und Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen im Überblick finden Sie auf www.infranken.de und bei uns:

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Bistumspartnerschaft Bamberg und Thiès

Mehr über die Bistumspartnerschaft zwischen Bamberg und Thiès und den Jugendaustausch erfahren Sie auf den Webseiten des Erzbistums Bamberg und des BDKJ Diözesanverbandes Bamberg .

Weitere Inhalte

DVD über das senegalesische Partnerbistum

Das Erzbistum Bamberg hat einen knapp 41-minütigen Dokumentarfilm über die Besonderheiten der jungen, wachsenden Kirche im Senegal gedreht.

Die DVD kann zum Preis von 5,00 Euro bestellt werden über das

Erzbistum Bamberg

Referat Weltkirche
Heinrichsdamm 32
96047 Bamberg
E-Mail:

Die DVD ist zudem ausleihbar über die Medienzentrale des Erzbistums Bamberg.

www.erzbistum-bamberg.de