Faschingsumzug in Thiès

  • Reisetagebuch - 04.03.2014

Der Tag begann, wie mittlerweile üblich, um 8 Uhr mit dem Frühstück. Dort teilten wir uns in drei Gruppen, welche verschiedene Kindergärten besuchen sollten. Die Senegalesen lieben Mardi Gras – Karneval. Heute, am Faschingsdienstag, verkleiden sich deshalb alle Kindergartenkinder. Auch wir wollten uns diesen Spaß nicht entgehen lassen und schlüpften vor der Abfahrt noch schnell in unsere Kostüme.

Nach einer kurzen Taxifahrt durch Thiès, bei der für kurze Zeit ein Teil unserer Gruppe abhanden kam, erreichten wir den Kindergarten. Dort erfuhren wir, dass die Kinder gerade an einem Faschingsumzug durch Thiès teilnahmen, welchen wir an der nächsten Kreuzung abpassten und uns anschlossen. Wir wurden mit viel Gejubel, Trommeln und Tanz begrüßt. Jedes Kind war sehr aufwendig verkleidet. Arabische Prinzessinnen, Propheten, Polizisten, alles war vertreten.

Blogger Wolf Kaulen in seinem Faschingsoutfit. Ann-Kathrin Thönnes

Bunte Kostüme und Geschenke

Der Umzug dauerte noch mindestens zweieinhalb Stunden. Währenddessen machten wir an vielen Stationen halt. Bei jeder Gelegenheit wurde getrommelt und getanzt, auch wir wurden aufgefordert zu tanzen. Den letzten Stopp vor der Rückkehr legten wir an einer Grundschule ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unser Mittagessen im Maison du Pretre (das Priesterhaus, in dem wir schlafen) ohnehin schon verpasst, deswegen ließen wir uns Zeit und beschlossen, den Umzug bis zum Ende zu begleiten.

Zurück im Kindergarten überreichten wir den Kindergärtnerinnen einige Geschenke, welche wir für die Kinder mitgebracht hatten: Stifte und Blöcke, Straßenmalkreiden, sowie Plüschtiere und Süßigkeiten. Danach machten wir uns auf den Weg zurück zum Maison.

Senegalesisch-deutsches Kochduell

Nach einer guten halben Stunde Pause trafen wir uns mit den senegalesischen Jugendlichen zum geplanten Kochduell. Wir sollten das traditionelle senegalesische Yassa kochen und unsere Freunde bereiteten Sauerkraut mit Bratwürsten und Kartoffelbrei zu. Wir hatten alles, was sie dafür benötigen, aus Deutschland mitgebracht. Alles verlief sehr chaotisch, aber auch sehr lustig. Feuer wurde geschürt und es wurden Reis und Hühnchen für das Yassa zubereitet, während die Senegalesen unsere Bratwürste in so viel Fett gebraten haben, dass der Term ‚frittieren‘ eher zutreffend gewesen wäre ;) Doch das Ergebnis ließ sich sehen und wir genossen das gemeinsame Essen sehr.

Bratwürste auf senegalesische Art. Ann-Kathrin Thönnes

Nach dem Mahl hatten uns unsere Freunde zu einer Feier in der Nähe der Kathedrale eingeladen. Wir sollten uns wieder verkleiden, denn es würde einen Kostümwettbewerb geben. Die senegalesischen Jungs und auch drei von den unseren verkleideten sich zu unser aller Erheiterung als Frauen. Tatsächlich stellte unsere Gruppe bei dem Wettbewerb die ersten beiden Siegerplätze.

Auf der Feier selbst wurde laute Musik gespielt und es wurde ausgelassen getanzt. Die Party dauerte allerdings nicht sehr lange, da sie aufgrund des Beginns der Fastenzeit am Aschermittwoch gegen Mitternacht beendet wurde. Trotz der kurzen Zeit dort hatten wir alle einen riesen Spaß beim Feiern und Tanzen mit den Senegalesen.

Obwohl der Tag ein sehr straffes Programm hatte, haben wir ihn alle sehr genossen. Wir hatten, wie bis jetzt an jedem Tag, viel Spaß und es war sehr spannend. Auch weiterhin wird es uns daran sicherlich nicht mangeln.

Von Wolf Kaulen

© BDKJ Bamberg

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Bistumspartnerschaft Bamberg und Thiès

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DVD über das senegalesische Partnerbistum

Das Erzbistum Bamberg hat einen knapp 41-minütigen Dokumentarfilm über die Besonderheiten der jungen, wachsenden Kirche im Senegal gedreht.

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