Freiwillige – Gesichter der Partnerschaft

  • Ndola - 07.08.2014

Seit über zehn Jahren leisten junge Männer und Frauen aus dem Bistum Limburg einen Freiwilligendienst in verschiedenen Projekten in der Diözese Ndola. Anfangs war es meist eine Freiwillige, seit ein paar Jahren sind es regelmäßig zwei, insgesamt bereits 10. Schon länger ist den Mitarbeiter/innen der Fachstelle Freiwilligendienste im Bistum Limburg klar, dass wahre Partnerschaft keine Einbahnstraße sein darf. So waren wir überglücklich, dass im Frühjahr 2013 mit Persilvia Lusoke und Bruce Kabwe endlich die ersten beiden Freiwilligen aus der Diözese Ndola kamen, um ihren Dienst in zwei Kindergärten zu starten. Weitere werden mit Jessica und Moses folgen.

Zu Beginn unserer Reise erläuterte uns Father Chowa, der in der Diözese Ndola seit einigen Jahren unsere Freiwilligen begleitet, warum diese so wichtig für die Partnerschaft sind. „Die Menschen in Ndola fragen sie, warum sie hier sind, was sie tun möchten. Das bietet einen guten Anknüpfungspunkt, um über die Partnerschaft zu erzählen.“ Auch kommen viel mehr Menschen mit der Partnerschaft in Berührung, zum Beispiel die Gastfamilien und deren Freunde, aber auch die deutschen Familien und Freunde der Freiwilligen, die sie in Sambia besuchen. Besonders schön war zu hören, dass viele Freiwillige sambische Namen verliehen bekommen. So wurde beispielsweise Judith zu „Mapolo“, was so viel bedeutet wie Segen.

Lebendige Erinnerungen

So weit zur Theorie. In den folgenden Begegnungen durften wir dann ganz hautnah erfahren, was das in der Praxis bedeutet. So erinnerten sich die Mitarbeiter in Dagama, einem Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche, an unsere ehemaligen Freiwilligen und die Kinder bekamen leuchtende Augen und klatschten in die Hände. In Chipulukusu ist Martin in bester Erinnerung, der in diesem sehr armen Viertel in der Schule mitgearbeitet hat. Zudem hat sich eine Partnerschaft zur Kolpingfamilie in Flörsheim entwickelt. Die Menschen in Chipulukusu werden nun von dort aus im Gebet begleitet, aber natürlich auch finanziell unterstützt.

Die Limburger freuen sich schon auf die beiden neuen Freiwilligen, die im September nach Deutschland kommen. Treike / Bistum Limburg

Ergreifend war es, bei Persilvias Familie zu Gast zu sein. Ihre Mutter hat für eineinhalb Wochen Anka und Thomas in ihrem kleinen, sehr einfachen Haus in einer Armensiedlung beherbergt. Anka und Thomas waren die Gasteltern von Persilvia in Deutschland und sagen, sie haben mit ihr eine weitere Tochter geschenkt bekommen.

Dankbar sind wir, dass Persilvia und Bruce nun vom Bistum Ndola als Jugendkoordinatoren eingestellt wurden, und damit auch Mentoren unserer neuen Freiwilligen Ines und Vanessa werden, die mit unserer Gruppe zusammen gekommen sind. Dies verknüpft die Freiwilligendienste in Ndola und Limburg nochmals enger.

Vorfreude auf die neuen Freiwilligen

Mit Jessica und Moses sind die beiden neuen Freiwilligen schon ausgesucht, die im September nach Limburg kommen. Sie haben uns oft hier in Sambia begleitet, wir haben viel über sie und ihr Leben erfahren, aber auch viel zusammen gelacht. So wird ihr Start in den Freiwilligendienst sicher für sie aber auch für uns einfacher. Besonders Stefan Müller, Priester in Hadamar, freut sich riesig, mit Jessica nach Persilvia schon die zweite Freiwillige aus Sambia in seiner Gemeinde zu beherbergen. Er betont immer wieder, was für ein großer Gewinn Persilvia für die Pastoral und die Partnerschaft war.

So werden wir Sambia am Donnerstag zu elft mit vielen Eindrücken und neuen Freunden wieder verlassen. Ines und Vanessa werden ein Jahr hier bleiben und die neuen Gesichter des Bistums Limburg hier in Ndola sein.

Von Michael Ziegler, Leiter der Fachstelle Freiwilligendienste im Bistum Limburg

Reisetagebuch

Alle Fotos und Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen im Überblick finden Sie hier:

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Hintergrund

Mehr über die Begegnungsreise nach Ndola und die Partnerschaft zwischen den beiden Bistümern erfahren Sie auf dem Internetportal Weltkirche oder auf der Webseite des Bistum Limburg .

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