„Er öffne dir Augen und Ohren, für die Wunder der Welt“

  • Ndola - 23.07.2014

Seit Samstagabend 22.20 Uhr waren wir so zusagen „auf dem Weg“ und nun sind wir seit gestern Abend endlich hier in Ndola, in der Kupfergürtelregion in Sambia, in dem Bistum, in dem unsere langjährigen Partner leben.

Eine Gruppe von 13 Personen aus dem Bistum Limburg hat sich auf die lange Reise begeben, um die Lebensrealitäten und den Alltag der Menschen hier im Bistum Ndola kennenzulernen. Auf verschiedene Art und Weise sind diese Menschen in die Partnerschaft zwischen Ndola und Limburg involviert und engagieren sich für den Austausch und die Gegenseitigkeit in der Beziehung. Genau das wird unser Programm für die kommenden Tage sein.

„Geh mit Gottes Segen.
Er halte schützend seine Hand über dir,
bewahre deine Gesundheit und dein Leben
und öffne dir Augen und Ohren für die Wunder der Welt.
Er schenke dir Zeit,
zu verweilen, wo es deiner Seele bekommt.

Er schenke dir Muße,
zu schauen, was deinen Augen wohl tut.
Er schenke dir Brücken,
wo der Weg zu enden scheint und Menschen,
die dir in Frieden Herberge gewähren.
Der Herr segne,
die dich begleiten und dir begegnen.

Er halte Streit und Übles fern von dir.
Er mache dein Herz froh,
deinen Blick weit und deine Füße stark.

Der Herr bewahre dich und uns
und schenke uns
ein glückliches Wiedersehen.“

(Gerhard Engelsberger)

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Die Gewalten der Natur erleben: Die Victoriafälle liegen zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia. Treike/Bistum Limburg

Und plötzlich waren wir mittendrin in den Wundern dieser Welt, durften die Schönheit von Gottes Schöpfung hautnah erleben und fühlten uns stets von ihm begleitet und getragen. Unsere Reise führte uns nicht direkt nach Ndola selbst, sondern zunächst nach Livingstone an die Victoriafälle und den Zambesi-Fluss. Wie lange es dauern kann, 415 Kilometer auf afrikanischen Straßen zurück zu legen, das wissen wir jetzt. Aber wie beeindruckend und atemberaubend es sein kann, die Gewalten der Natur am eigenen Körper zu erleben, das durften wir hier nochmal auf eine neue Art und Weise erleben.

Nur noch 45 Minuten bis zum Wiedersehen

Wie oft es auf dem langen Weg nach Ndola „only 45 mins. more“ (es sind nur noch 45 Minuten) waren, das haben wir nicht gezählt. Aber als wir endlich angekommen waren abends in der Dunkelheit, da hätten es dann auch ruhig 45mins. more sein dürfen. Der Empfang hier war überwältigend. Wiedersehensfreude mischte sich mit dem wunderbaren Gefühl, wirklich willkommen und erwartet zu sein. Die ein oder andere Freudenträne ließ sich nicht verdrücken, und dann ließen auch wir uns als Gruppe dazu hinreißen, etwas zu singen, um auch unseren Teil zur guten Stimmung beizutragen.

Strahlende Gesichter: Nach 415 Kilometern ist die Reisegruppe endlich angekommen. Treike/Bistum Limburg

Diese unzähligen Kilometer, die wir in den vergangenen Tagen zurückgelegt haben, waren sehr kräftezehrend. Die Herzlichkeit und die Gastfreundlichkeit, aber auch die Freundschaft mit den Menschen hier gibt jedoch so vieles wieder zurück. Die Akkus laden wieder auf und die gesamte Gruppe freut sich nun auf die Zeit hier in Ndola, auf die alle so lange gewartet haben. Wir sind in Gastfamilien untergebracht. Somit haben wir die wunderbare Möglichkeit, wirklich etwas mehr Alltag mitzubekommen, das Leben in einer afrikanischen Gemeinde mitzuerleben und auch die Kleinen Christlichen Gemeinschaften zu erleben.

Auf den Spuren der Partnerschaft

In den nächsten Tagen werden wir nicht nur gemeinsam „auf dem Weg sein“, sondern auch „auf den Spuren sein“. Auf den Spuren derjenigen, die sich schon vor uns um diese schöne Beziehung zwischen Limburg und Ndola bemüht und diese aufgebaut haben. Wir werden das Grab von Bischof Dennis De Jong besuchen, dem Bischof von Ndola, der zusammen mit Bischof em. Franz Kamphaus eine Partnerschaft ins Leben gerufen hat, der wir uns heute verpflichtet fühlen. So wie Bischof Dennis gibt es viele Menschen, die sich um diese Beziehung bemüht haben und nun nicht mehr unter uns sind. In den kommenden Tagen werden sie und ihre Geschichten uns immer wieder begegnen und wir hoffen, dass unser Besuch hier ein weiterer Schritt zur Vertiefung dieser Partnerschaft sein kann. Der Anfang ist gemacht.

Von Vanessa Treike

Reisetagebuch

Alle Fotos und Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen im Überblick finden Sie hier:

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Hintergrund

Mehr über die Begegnungsreise nach Ndola und die Partnerschaft zwischen den beiden Bistümern erfahren Sie auf dem Internetportal Weltkirche oder auf der Webseite des Bistum Limburg .

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