Endlich nach St. Mary’s

  • St. Mary's Mission - 04.08.2014

Voller Vorfreude machten wir uns am Dienstagmittag auf den Weg in unsere Partnergemeinde. Nach zweistündiger Fahrt auf teils holpriger und staubiger Piste erreichten wir gegen 17:00 Uhr die Missionsstation. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch Father Simon begaben wir uns in die Kirche, um gemeinsam mit einigen Gemeindemitgliedern einen Gottesdienst zu feiern. Im Anschluss daran haben wir uns einander vorgestellt. Vanessa präsentierte das Partnerschaftsprojekt und Father Simon übersetzte ihren Vortrag in Bemba, die Sprache der Menschen hier in der Region.

Der Bezug unserer Zimmer gestaltete sich schwierig und musste im Kerzenschein durchgeführt werden, weil an diesem Abend der Strom in der Missionsstation ausgefallen war. Erst während des reichhaltigen Abendessens ging das Licht wieder an. Vor dem Zubettgehen wurde mit Father Simon und den Laienvertretern ein Meeting für den nächsten Tag verabredet.

Bevor es für uns nach einem anstrengenden Tag jedoch endlich zur Bettruhe gehen sollte, stellte sich uns noch ein kleines, verschüchtertes Hindernis in den Weg: Eine kleine Springmaus hatte sich in die Badewanne verirrt und konnte durch einen beherzten Einsatz gerettet und befreit werden. Von nun an war das Bad jedoch zu unserem Mausoleum geworden.

Father Simon Kunda und Blog-Autor Raimund Baumann Treike / Bistum Limburg

Gemeinsame Projekte

Zum Meeting am nächsten Tag trafen wir uns in der Kirche mit den Laienvertretern und Father Simon. Während der Zusammenkunft begannen wir, uns näher kennenzulernen, und tauschten unsere Wünsche und Erwartungen aus. Uns war es wichtig, deutlich zu machen, dass die Partnerschaft nicht nur auf Priesterebene stattfinden soll, sondern auch die Laienvertreter einbezogen werden. Es wurden Vorschläge für konkrete gemeinsame Projekte erarbeitet. So soll unter anderem Bildung und Ausbildung der jungen Menschen in St. Mary’s gefördert werden. Ein erster Schritt soll die Anschaffung von zehn Nähmaschinen zur Ausbildung junger Näherinnen sein. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wird eine neue Wasserpumpe angeschafft. Dann führte uns Father Simon durch die Station und zeigte uns die Schule und das Gesundheitszentrum, in dem zwei Franziskanerschwestern arbeiten.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir gemeinsam mit Father Simon, einigen Frauen und Paul, dem Pfarrsekretär, zu einer Außenstation, die ca. eine Stunde entfernt war. Hatten wir am Anreisetag schon gedacht, die Piste könne nicht schlechter sein, stellten wir fest, dass es doch noch schlimmer geht.

St. Maximilian Kolbe, eine Filialgemeinde der St. Mary''s Mission Treike / Bistum Limburg

Alle Erwartungen übertroffen

Was in uns dann in der Kirche „ St. Maximilian Kolbe“ erwartete, übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Wir erlebten einen wunderbaren Bemba-Gottesdienst, an dessen Ende wir reichlich beschenkt wurden. Es gab Orangen, eine ganze Bananenstaude, einen Kürbis und sogar ein lebendes Huhn.

Wir beschlossen, die erhaltenen Geschenke am nächsten Tag in der Station zu verteilen. Gleich am darauf folgenden Morgen setzten wir unser Vorhaben in die Tat um und besuchten eine verwitwete Frau, die sich riesig über die Geschenke freute. Im Anschluss verabschiedeten wir uns von allen unseren neuen Freunden: Father Simon, Father John, den Franziskanerschwestern, der Schulleiterin, den Laien Paul und Gasper und den Küchenfeen, die uns immer so gut bekocht haben. Als wir winkend durch das Heckfenster unseres Fahrzeuges schauten, war uns allen klar, dass dies sicher nicht unser letzter Besuch in St. Mary’s war.

Von Renate und Raimund Baumann

Reisetagebuch

Alle Fotos und Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen im Überblick finden Sie hier:

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Hintergrund

Mehr über die Begegnungsreise nach Ndola und die Partnerschaft zwischen den beiden Bistümern erfahren Sie auf dem Internetportal Weltkirche oder auf der Webseite des Bistum Limburg .

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