Unsere Partner in Mabini, Salasa und Bani

Mabini, Pfarrei Nino

Am Freitag werden wir von Pfarrer Bok zuerst zum Bürgermeister gebracht, der uns herzlich empfängt. Es geht zur Grundschule der Pfarrei weiter: Kinder führen einen Begrüßungstanz auf. Dann ein erster Höhepunkt, als wir die neun Stipendiaten, die wir im Rahmen unserer weltkirchlichen Partnerschaft unterstützen, kennenlernten. Bewegend war, wie sie sich ihr Leben vorstellen, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben: Immer ging es darum, mit Hilfe eines guten Einkommens ihre Familie zu unterstützen und die neuen Stipendiaten. Sie denken nicht zuerst und allein an sich. Auch zeigen sie ein großes Engagement für die Pfarrei. Das Stipendienprogramm ist ganz schön fordernd – doch es ist ihre Chance für ein besseres Leben.

Den ganzen Samstag fuhren wir durch die Pfarrei: Zu einem Barangayfest mit Gottesdienst und anschließender Taufe von 17 Kindern. Wir erhielten Einladungen zum Essen, gingen durch Reisfelder und erlebten die harte Erntearbeit für wenig Geld, besuchten die Hütten einiger Stipendiaten und sahen, wie sie leben. Wir erfuhren etwas über die Produktion von Bio-Dung und über Landbau im Allgemeinen. Abends trafen wir uns mit einer religiösen Gruppierung der Gemeinde und führten tiefe Gespräche über den Glauben und wie er im Leben zur Geltung kommt.

Der Sonntag begann mit einer Messe. Anschließend fand die monatliche Versammlung von Verantwortungsträgern der Gemeinde statt und das Meeting über das Stipendienprogramm, das viele offene Fragen beantwortete. Das Mittagessen beschloss unseren Besuch, der uns viel über das Leben der Menschen unserer Partnergemeinde zeigte.

Von Matthias Adler-Machill

Our Lady of Lourdes, Salasa

Am Freitag wurden wir abgeholt und kamen in die Gemeinde nach Salasa. Dort wurden wir herzlichst begrüßt von Fr. Rendrix, Madam Billy, Mr. Dong und anderen. Gestärkt mit Kaffee und Keksen gab es eine Einführung in die Kirche und die Marienfiguren, die in allen Räumen präsentiert wurden. Uns wurde erklärt, dass vom 2.2. bis 11.2. das zweite Marianfest in Salasa stattfindet. Privatpersonen aus der Gemeinde leihen der Kirche die teils lebensgroßen Figuren für diese zehn Tage. Draußen auf dem Gelände wurden wir zu der Mariengrotte geführt, die 2014 geweiht wurde. Bald kamen noch mehr Gemeindemitglieder und brachten uns zu unserer Gastgeberin für das Wochenende: Madam Angie. Eine kurze Erholungspause und um 18.00 Uhr holte Fr. Alex Madame Angie, Erly, Harald und mich zum Abendessen. Wir fuhren nach Dagupan, eine nahegelegene Stadt, wo wir zu unserer Überraschung auch Fr. Jonas aus Bani und die anderen Gruppenmitglieder trafen.

Besuch bei den Stipendiaten in Salasa Treike/Bistum Limburg

Am Samstag lernten wir die Stipendiaten kennen. Dies sind junge Menschen, die in ihrer Schulbildung durch die Gemeinde in Schwanheim gefördert werden. Insgesamt nehmen 26 Stipendiaten an dem Programm teil. Sie präsentierten uns ihre Aktivitäten – in der Kirche und in der Gemeinde. Ich zeige eine Präsentation über die neue Struktur in unserer Gemeinde, unsere Aktivitäten, um Geld für das Stipendien-Programm zu sammeln und darüber, wie wir die Partnerschaft leben.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die Schüler zuhause in ihren Familien. Überall wurden wir herzlichst begrüßt und die Familien bedankten sich bei uns. Das Programm hilft den jungen Menschen, eine Perspektive zu bekommen und der Armut und dem Elend zu entfliehen. Oftmals sorgen sie dann für die Eltern und ihre Geschwister. Zwei ehemalige Stipendiaten haben beispielsweise ihren Eltern dabei geholfen, stabile Häuser zu bauen, um vor Taifunen und Unwettern geschützt zu sein. Die jungen Schüler wollen nicht nur bessere Standards für sich selbst, sondern auch für alle Mitglieder ihrer Familie. Zum Abendessen trafen wir uns alle bei Lila zu Hause. Es war ein Fest des Wiedersehens.

Der Sonntag begann mit einer Messe. Danach tauschten wir uns über das Gemeindeleben aus und kamen zu dem Schluss, dass wir vieles gemeinsam haben, aber auch unterschiedliches. Dann fuhren wir mit Tricycles zu einem sogenannten Bukluran. Dieses findet zweimal im Monat jeweils bei einem Stipendiaten zu Hause statt. Dort findet ein Wortgottesdienst mit Kommunion statt, an den sich das „Sharing“ anschließt. Hier reden einige Schüler über sich selbst. Sie erzählen von den Schwierigkeiten in der Familie, im College oder im Freundeskreis. Das Sharing gibt ihnen die Möglichkeit, stärker zu werden.

Nachmittags brachte Fr. Alex uns zurück. Die zwei Tage mit dem Stipendiaten haben mir persönlich sehr viel bedeutet. Ich habe gesehen, wie stark diese Gemeinschaft ist, wie viel Unterstützung für andere da besteht und wie geholfen wird. Ich gehe zurück mit einem guten Gefühl und dem Wunsch, Vielen zu erzählen, was ich hier erlebt habe.

Von Antoinette Lahiri

Besuch beim Ernährungsprogramm in der Schule in Luac. Treike/Bistum Limburg

Die Delegation für Bani wurde am Freitag schon um 8:30 Uhr vom Priesterseminar abgeholt. Petra Händler und Annette Zwaack besuchten von Freitag bis Sonntag die Partner in Bani. Für Freitag stand Folgendes auf dem Programm: Erstkommunion in der Barangay Macabit, Ernährungsprogramm in der Barangay Luac, Besuch der SPED-Class der Integrated Elementary School Bani und Besuch der Elementary School Bogtong. Begleitet wurde die Delegation von Fr. Jonas, dem Priester von Bani, und den Verantwortlichen für die Partnerschaft Ducle und Nito Castelo, Lita Avelino und Pio Oineza.

An der Elementaryschool in Luac warteten schon die Kinder des Ernährungsprogramms. Dieses hat im August 2014 mit Beginn des Schuljahres begonnen und endet im April 2015 vor den Sommerferien. Insgesamt gab es zu Beginn des Programms 49 unterernährte Kinder, davon sind heute nur noch 10 Kinder untergewichtig. Alle anderen haben gut zugenommen und befinden sich in besserer Verfassung. In der Schule erwartete die Delegation ein richtiges Programm mit Grußworten der verschiedenen Verantwortlichen, einer musikalischen Einlage der Kinder. Natürlich mussten sich auch die deutschen Gäste vorstellen und ein paar Grußworte sagen. Überrascht wurde Petra am Ende damit, dass ihr, in Vertretung für die Partnergemeinden in Deutschland, eine Plakette überreicht wurde zum Dank für die Hilfe durch das Ernährungsprogramm der Partnerschaft.

In den nächsten beiden Tagen gab es außerdem Gelegenheiten zur Begegnung mit den Schülern des Stipendien-Programms und den Katecheten. Außerdem nahmen wir am Festgottesdienst der Barangay Garrita mit anschließender Taufe von 21 Kindern und an der Sonntagsmesse in Bani teil. Der ausführliche Bericht zu dem Besuch in Bani ist zu finden unter: www.petrainalaminos.blogspot.com.

Von Petra Händler

© weltkirche.katholisch.de

Reisetagebuch

Alle Fotos und Erfahrungsberichte der TeilnehmerInnen im Überblick finden Sie hier:

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Zur Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen den Diözesen Limburg und Alaminos begann 1987 mit dem Besuch von Altbischof Kamphaus im Rahmen des Exposure-Programms der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Das Rückbegegnungsprogramm und weitere wechselseitige Begegnungen trugen zu einer Ausweitung der Kontakte bei. Heute umfasst die Partnerschaft mit den Philippinen Dialogprogramme, Gemeindepartnerschaften, Projektkooperationen sowie Freiwilligendienste. Mehr über die Partnerschaft der beiden Bistümer erfahren Sie auf der Webseite des Bistum Limburg:

weltkirche.bistumlimburg.de