Jecker Abschieds-Showdown

  • Reisetagebuch - 11.02.2015

Nach einem begegnungsintensiven Wochenende in den Partnergemeinden Bani, Mabini und Salasa geht es auch am Montag nicht minder intensiv weiter. Wir besuchen die Gemeinschaft der Opificies Christi in Burgos. Der Diözesanorden hat vier Ordenspriester und zahlreiche Brüder. Die Entwicklung des Ordens, der 2002 von Fr. Aaron A. Bamba gegründet wurde, geht dank des Engagements der Brüder und Mitarbeiter sehr gut voran.

Der quirlige und stets fröhliche Fr. Paul zeigt uns das Gelände, auf dem die Gemeinschaft in Burgos lebt. Heute sind neben den Ordensleuten und den Angestellten jedoch noch zahlreiche Menschen zusätzlich dort, denn es gibt ein Fest! Die laute Musik des FM-Radiosenders 99.3, der vom Orden betrieben wird, tönt aus riesigen Lautsprechern, und direkt nebenan versammeln wir uns in der Lumen-Kapelle zum Gottesdienst. Musik von der amerikanischen Pop-Sängerin Rihanna und das Gebet – hier lief beides nebeneinander her. Der neue Transmitter für die Radiostation wurde eingeweiht, Petra Händler durfte den Hauptpreis bei der großen Verlosung ziehen und zum Abendessen wurden wir von 22 Ordensfrauen umgeben, die zuvor einen Ausflug zum nahegelegenen Strand unternommen hatten. Was hier so alles in einen Tag passt, das kann man sich manchmal in Deutschland gar nicht so vorstellen!

Die Kirche in Bolinao wurde vor etwa 400 Jahren erbaut. Treike/Bistum Limburg

Ein Bad im Meer und das schöne Alaminos

Nachdem wir am Dienstag – unserem (jedenfalls dem Plan nach) freien Tag – nach Bolinao in den Norden des Bistums Alaminos gefahren waren, um dort die älteste Kirche der Diözese anzuschauen, legten wir einen Stopp ein an einem der schönsten Strände, den wir uns vorstellen konnten. Schwester Carol, die Koordinatorin der Partnerschaft auf Alaminosseite, Noly und Eric, unsere treuen Freunde und wind- und wetterfesten Fahrer, begleiteten uns beim Schwimmen, Muscheln sammeln und auch beim fleißigen Fotos machen! Zusammen mit den ganzen Eindrücken, die wir in den vergangenen Tagen hier gewinnen konnten, badeten wir also im südchinesischen Meer und genossen die Schönheit der Natur in unserem Partnerbistum. Ein wunderschöner Tag neigte sich dem Ende und – ohwei – nur noch zwei Tage im schönen Alaminos, bevor es am Freitag noch zu einem Abstecher zu PREDA in Olongapo gehen würde.

Jecke Tön auf den Philippinen

Mittwochs verbrachten wir dann die eine oder andere Autostunde auf der Straße auf dem Weg von Alaminos nach Bani, Bani nach Mabini, Mabini nach Salasa und schließlich Salasa nach Alaminos. Wir wollten nochmal als Gruppe alle Partnergemeinden besuchen, bevor es abends zum großen Verabschiedungs-Showdown in Salasa kam. Dort war alles fein und festlich hergerichtet. Vertreter aller Partnergemeinden, Freunde und Bekannte und auch der Administrator des Bistums Alaminos, Monsignore Rey Ragudos, fanden sich ein, um unserer Darbietung von „Wer hat die Kokosnuss“ zu lauschen. Schließlich sollten doch auch die Philippinen in dieser jecken Zeit nicht ganz ohne Karneval leben müssen.

Matthias und Hiltrud im Sonntagsgottesdienst bei ihren Partnern in Mabini. Treike/Bistum Limburg

Es wurde also viel gelacht, viel bedankt, viel Freude bekundet, rege Kommunikation versprochen, gebetet, viel gegessen (was auch sonst), viel gesungen und dann mit viel Wehmut verabschiedet. Der Donnerstag blieb uns zwar noch in Alaminos, da waren jedoch hauptsächlich die Evaluation und letzte Erledigungen angesetzt.

Freundschaftsbäume

Es war eine wertvolle Zeit in Alaminos. Viele Missverständnisse konnten aus dem Weg geräumt werden, Absprachen getroffen werden und persönliche Beziehungen auf- und ausgebaut werden. Mit einem guten Gefühl im Bauch (nicht nur aufgrund des vielen, vielen, guten Essens!) konnten wir unsere Koffer packen. Bewährte Programme wie die Förderung von Scholars (Schülerstipendien) in Salasa laufen sehr gut und bringen beeindruckende Ergebnisse. In Bani ist die Partnerschaft in den letzten Jahren gefestigt worden und gemeinsame Projekte wie das Ernährungsprogramm laufen hervorragend. In Mabini trafen sich Matthias und Hiltrud auch mit den Stipendiaten und erhielten so einen wertvollen Einblick in die Arbeit in der Gemeinde. Auch hier wird die Kooperation weitergehen und in Zukunft hoffentlich vielen Kindern in Mabini Chancen eröffnen können.

Wir haben Freundschaftsbäume in Bani gepflanzt. Bäume, die wie unsere Partnerschaft wachsen sollen. Wir werden sie hegen und pflegen. Die Beziehungen mit Alaminos und auch die Bäume auf der organic Farm in Bani.

Von Vanessa Treike

© weltkirche.katholisch.de

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Zur Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen den Diözesen Limburg und Alaminos begann 1987 mit dem Besuch von Altbischof Kamphaus im Rahmen des Exposure-Programms der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Das Rückbegegnungsprogramm und weitere wechselseitige Begegnungen trugen zu einer Ausweitung der Kontakte bei. Heute umfasst die Partnerschaft mit den Philippinen Dialogprogramme, Gemeindepartnerschaften, Projektkooperationen sowie Freiwilligendienste. Mehr über die Partnerschaft der beiden Bistümer erfahren Sie auf der Webseite des Bistum Limburg:

weltkirche.bistumlimburg.de