Saknungan – eine Art konkrete Nachbarschaftshilfe

  • Mindoro - 29.03.2014

Gestern ging es in aller Frühe mit drei Mini-Vans zur Fähre nach Batangas. Im Hafen wurde unser Gepäck wie in einem Flughafen durchleuchtet. Als wir in der Mittagshitze in den Hafen von Calapan (Mindoro) einliefen, wurden wir doch tatsächlich (zum Erstaunen aller Fahrgäste) bei 34 Grad Celsius von einer jugendlichen Combo mit Tanzgruppe empfangen. Man hängte uns Orchideenblüten um und drückte uns eine frisch aufgeschlagene Kokosnuss als Getränk in die Hand.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen unmittelbar am Hafen mit herrlicher Sicht auf das Meer teilte sich unsere Gruppe in zwei Hälften. Die erste Gruppe blieb gleich am Ort des Mittagmahles, die zweite fuhr mit einem Jeepney zu einem fünf Kilometer entfernten Resort, das ebenfalls unmittelbar am Meer liegt.

Nach kurzer Mittagsruhe, die mancher bereits für ein Bad im Ozean nutzte, ging es weiter ins Priesterseminar des Apostolischen Vikariates San Jose. Hier begrüßte uns der diözesane BEC Director Fr. Willy Villas und erläuterte uns die Situation vor Ort. Zudem durften wir uns auch über Pater Ewald Dinter (Bistum Osnabrück) freuen. Dieser arbeitet als Steyler Missionar seit 27 Jahren bei den Mangyan (ein indigenes Volk auf den Philippinen).

Am späten Nachmittag wurden wir dann zur Pfarrei San Lorenzo Ruiz gefahren. Neben vielen großartigen Eindrücken (diese Pfarrei war es auch, die uns am Hafen bereits so überschwänglich begrüßt hatte), bekamen wir als konkretes Zeugnis für das Saknungan ein lebendes Hühnerküken geschenkt. Saknungan steht für ein lebendiges Zeugnis der Nachbarschaftshilfe. Das jeweilige Küken wurde daher auch von uns einem bedürftigen Ehepaar weitergeschenkt.

Von Stefan Götting

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