Laien feiern Sonntagsliturgie

  • Sonntag - 13.10.2013

Am Sonntag, den 13. Oktober, wurden wir am Morgen im Bischofshaus in das Pastorale Konzept des Apostolischen Vikariates Calapan eingeführt. Das Konzept einer partizipativen Kirche wurde mit hoher Beteiligung von vielen Laien und Priestern entwickelt. Dabei spielt das Symbol des Tisches und der Mahlgemeinschaft eine zentrale Rolle und verbindet Eucharistie, Hören auf das Wort Gottes, Solidarität mit den Armen und das alltägliche Leben miteinander.

Zur Pfarrei gehören ca. 60.000 Gemeindemitglieder, die in 40 Kapellengemeinden leben. In den Kapellengemeinden finden sich wiederum die Gläubigen in 368 nachbarschaftlich organisierten Basisgemeinden (BECs) zusammen. Da in der Pfarrei lediglich zwei Priester arbeiten, kann nur ca. alle 10 Wochen in den entfernt liegenden Kapellengemeinden eine sonntägliche Eucharistiefeier stattfinden. Wir hatten am Nachmittag die Gelegenheit, in kleinen Gruppen an Sonntagsliturgieen teilzunehmen, die von eigens ausgebildeten und beauftragen Laien gestaltet wurden. Uns faszinierte besonders, dass der Gottesdienst von Männern und Frauen in unterschiedlichen Rollen und Funktionen lebendig gestaltet wurde.

Zu Beginn eröffneten Kinder der Gottesdienst mit einem liturgischen Tanz, wir wurden als Gäste herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Die Struktur der Sonntagsliturgie lehnte sich an die Struktur der sonntäglichen Eucharistiefeier an. Statt der Predigt wurden persönliche Erfahrungen mit dem Wort Gottes von Einzelnen aus der Gemeinde vorgetragen. Bei diesen Glaubenszeugnissen wurde die Dankbarkeit spürbar, die die Menschen für Gottes Führung und Hilfe in existentiellen Situationen empfanden.

Im kräftigen Gesang, der von einer kleinen elektronischen Orgel unterstützt wurde, spiegelte sich die intensive Gemeinsamkeit der Gemeinde. Nach Fürbitten und Vater-unser wurden die konsekrierten Hostien aus dem Tabernakel genommen und an die Gläubigen verteilt. Mit dem gemeinsamen Kreuzzeichen wurde zum Abschluss Gottes Segen für die kommende Woche erbeten.

Wir erlebten eine ganz einfache, an den Seiten offene Kapelle, die mit vielen Menschen aller Altersgruppen gefüllt war. Beeindruckend zu spüren, war der Zusammenhalt und die Lebendigkeit der Gemeinde, aber auch der Stolz, mit dem sie uns als ihre Gäste an ihrem Gottesdienst teilhaben ließen.

Nach dem Gottesdienst blieben die Menschen noch beieinander, um weithin ihre Gemeinschaft zu festigen und auch die wichtigen Alltagsdinge zu besprechen.

Dem Bischof und seinen Priestern ist es ein besonderes Anliegen, möglichst viele Menschen sonntags in ihren Kapellengemeinden als Gemeinde um das Wort Gottes zu versammeln. Dadurch wird das Bild einer partizipativen Kirche für viele lebendige Wirklichkeit.

Von Georg Borgschulte und Andreas Watzek

© weltkirche.katholisch.de

Von Paderborn auf die Philippinen

Anfang Oktober machten sich einige Mitarbeiter des Erzbistums Paderborn auf eine Reise um die halbe Welt. Ihr Ziel: das pastorale Modell der kleinen christlichen Gemeinschaften auf den Philippinen kennenlernen. In Form eines Reisetagebuchs berichten die Paderborner von ihren Begegnungen. Alle Beiträge auf einen Blick finden Sie hier:

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