Egal, an welchem Ort – Bibel-Teilen ist möglich!

  • Sonntag - 13.10.2013

Jeweils zu dritt werden wir von unserem Treffpunkt an der Kathedrale von Calapan abgeholt zum Bibel-Teilen in unterschiedlichen Gruppen der BECs. Ulrich, Thomas und Irmtrud werden um wenige Ecken in eine dunkle Gasse im Hafenviertel geleitet.

Ein Tisch, wenige Stühle und etwa 16 Wartende versperren die Gasse – man stelle sich so etwas in Deutschland vor, Bibel-Teilen mitten auf der Straße: Dicht an dicht Mütter, Kinder, Jugendliche, Alleinstehende – im Fenster lehnende Nachbarn, hinzukommende Ehemänner, Menschen jeden Alters. Es ist ein Kommen und Gehen, während das Bibel-Teilen in sieben Schritten von der Pastoralarbeiterin angeleitet wird. Es wird zu einer dichten spirituellen Erfahrung.

Einige Straßen weiter in einem gemütlichen Wohnzimmer: Einige Frauen treffen sich hier seit Jahren mindestens einmal monatlich zum Bibel-Teilen. Heute dürfen Gabi, Mathias und Ute teilnehmen. Auch hier wird das Evangelium gelesen und miteinander geteilt. „Wir sind mit der Zeit zu einer guten Gemeinschaft gewachsen,“ erzählt eine Teilnehmerin, „wir sind wie Schwestern, wenn eine Kummer hat, kann sie sich an der Schulter der anderen ausweinen!“

Auch die anderen Dreier-Gruppen berichten von bereichernden Erfahrungen aus einer Kapelle, aus einem Krankenhaus, ein Kellerladen – ein Wohnraum, in dem ein Gewerbe aufgebaut wird und anderen Orten: „Sehr überzeugend, was da für Leute zusammen kamen! Die Leiterin hielt die Schritte ein, es waren ganz einfache Leute und die Bibeln sahen aus ... Es waren keine Bücherschrank-Bibeln sondern Bibeln, die im alltäglichen Leben zur Hand genommen werden!“, schwärmt Georg.

Estelas Worte bewahrheiten sich: „Du hast doch so viele Bücher und liest jede Woche ein Buch, warum dann noch die Bibel? Weil die Bibel das einzige Buch ist, das mich liest!“ Denn hier verknüpfen sich Leben und Glauben!

Von Ute Herrmann-Brockhaus und Irmtrud v. Plettenberg

© weltkirche.katholisch.de

Von Paderborn auf die Philippinen

Anfang Oktober machten sich einige Mitarbeiter des Erzbistums Paderborn auf eine Reise um die halbe Welt. Ihr Ziel: das pastorale Modell der kleinen christlichen Gemeinschaften auf den Philippinen kennenlernen. In Form eines Reisetagebuchs berichten die Paderborner von ihren Begegnungen. Alle Beiträge auf einen Blick finden Sie hier:

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