Communion of Communities

  • Samstag - 12.10.2013

Ring, ring,... ring, ring, oje, schnell noch einmal umdrehen. Der Wecker zeigt 7:30 Uhr. Oha, gleich muss ich aufstehen, die Dusche mit nur einem Wasserhahn wartet (hier gibt es nur den blauen Regler). Danach aber schnell zum Frühstück. Es gibt Spiegeleier, warmen Thunfisch als Beilage und Marmelade mit Toastbrot. Dies kann man ergänzen mit einer Tasse Kaffee oder philippinischem Ingwertee namens „Salabat“.

Nach dem Frühstück begrüßen wir den Tag mit dem Austausch über das Tagesevangelium. Tagtäglich bekommen wir andere Methoden des Bibel-Teilens gezeigt. Heute haben wir uns mit der Bibelstelle Lukas 11,27-28 befasst.

Das Ziel des Bibel-Teilens ist es, einen Zugang zu einer Bibelstelle zu finden, der dem Tag eine persönliche Prägung gibt. Danach beginnen wir mit der thematischen Arbeit zu den Kleinen Christlichen Gemeinschaften, hier Basic Ecclesial Communities (BEC''s) genannt. Anhand von Schaubildern erarbeiten wir die verschieden Phasen der Gemeindeentwicklung: Vom Bild der „Provided of Church“, einer priesterzentrierten Kirche, in der sich der zuständige Pfarrer um alles kümmert, bis hin zur „Communion of Communities“, einer partizipierenden Kirche, in der jeder Getaufte seinen Raum findet.

Morgendliche Aussicht vom Dach des Tagungshauses. Erzbistum Paderborn

Um etwa 12 Uhr gehen wir zum Mittagessen über. Wir essen wie immer auf dem Balkon des Hauses in Bukal. Von dort aus haben wir einen unglaublichen Panoramablick auf Manila – wenn es mal gerade nicht regnet oder diesig ist. Heute ist das Wetter sehr durchwachsen, der Taifun ist zum Glück abgezogen. Die Skyline von Manila ist nur teilweise von der sonst üblichen Nebelwand verdeckt. Glücklicherweise hat der viele Regen die diesige Luft gereinigt, sodass wir zum ersten Mal einen wunderschönen Blick auf die Hochhäuser am Horizont haben.

In der Mittagspause besuchen einige von uns die Einkaufspassage von Taytay, während andere die Zeit zur Erholung nutzen. Um 15 Uhr geht es mit der thematischen Arbeit weiter. Wir vertiefen das Thema des Vormittags und verorten dies in unserem jeweiligen Gemeindekontext. In Diskussionsgruppen tauschen wir uns über die daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen aus.

Abends greifen wir den roten Faden des Tages aus dem Bibel-Teilen und der thematischen Arbeit wieder auf und bringen diesen im Gottesdienst vor Gott dar. Dort wird die emotionale Tiefe deutlich, die unsere Gruppe verbindet. Nach dem Gottesdienst überrascht uns Father Mark mit selbstgemachen Würstchen von eigens geschlachteten Schweinen. Dank seiner Musikauswahl kommt Oktoberfeststimmung auf. Morgen wird der Tag früh beginnen, denn der abgezogene Taifun lässt nun zu, dass wir mit der Fähre auf Mindoro fahren können. Weiteres in den nächsten Tagen.

Von Matthias Rump und Alexander Müller

© weltkirche.katholisch.de

Von Paderborn auf die Philippinen

Anfang Oktober machten sich einige Mitarbeiter des Erzbistums Paderborn auf eine Reise um die halbe Welt. Ihr Ziel: das pastorale Modell der kleinen christlichen Gemeinschaften auf den Philippinen kennenlernen. In Form eines Reisetagebuchs berichten die Paderborner von ihren Begegnungen. Alle Beiträge auf einen Blick finden Sie hier:

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