„A new way of being church“

  • Mittwoch - 09.10.2013

Heute erleben wir konkret, wie es gelingen kann, eingefahrene Wege zu verlassen und neue Erfahrungen auch mit bekannten Texten zu machen. Unser Studientag beginnt mit der schon vertrauten Runde unter dem Akazienbaum, um uns durch das Tagesevangelium in einer weiteren Methode des Bibelteilens ansprechen zu lassen: Die Jünger bitten Jesus „Lehre uns beten“ und er schenkt ihnen und uns das Vater Unser. Wir erleben, wie durch Verfremdungen neue Erfahrungsräume zum gemeinsamen Lernen eröffnet werden.

„Ein Ertrinkender wird nicht gerettet, wenn ihm vom sicheren Boot aus Mut machende Worte und Tipps vorgelesen werden“, so lautet die Pointe eines Rollenspiels zum Einstieg. Doch wie hört sich das vor dem Hintergrund der Stelle aus dem Jakobusbrief an: „Was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?“. Solche Verfremdungen ermöglichen neue Erfahrungen und eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten, so verdeutlichen Aleli und Georgit an konkreten Erfahrungen aus der Arbeit mit basiskirchlichen Gemeinschaften.

Konkrete Arbeitshilfen aus der Begleitung von Ausbildungsteams zeigen uns, wie Themen des Alltags der Menschen und die Botschaft des Evangeliums in Beziehung gebracht werden. Es werden Räume eröffnet, in denen Erwachsene sich ihres Glaubens bewusst werden und in der Gemeinschaft wachsen können. Eine offene Fragehaltung ermöglicht Wachstum und gemeinsames Lernen.

Das Finale des Studientages bildet der Besuch der nahegelegenen Wallfahrtskirche in Antipolo: Maria, Friedenskönigin und Beschützerin der Reisenden. Die Heilige Messe an einem Werktag ist gut gefüllt mit Gläubigen aller Altersstufen. Der Priester begrüßt die Gruppe aus Deutschland und „entschuldigt“ sich, dass die Messe in der Nationalsprache der Philippinos gehalten wird – eine nette Geste. Die Gesänge gehen zu Herzen und als Schlusslied wird das Ave Maria aus Lourdes gesungen. Vor dem Segen bittet uns der Priester nach vorne um uns vorzustellen. Mit einem herzlichen Applaus werden die Worte von Ulrich Klauke beantwortet, der unsere Absicht vorstellt, von den Erfahrungen der philippinischen Kirche mit den BECs lernen zu wollen.

Von Ulrich Klauke __amp__ Stephan Lange

© weltkirche.katholisch.de

Von Paderborn auf die Philippinen

Anfang Oktober machten sich einige Mitarbeiter des Erzbistums Paderborn auf eine Reise um die halbe Welt. Ihr Ziel: das pastorale Modell der kleinen christlichen Gemeinschaften auf den Philippinen kennenlernen. In Form eines Reisetagebuchs berichten die Paderborner von ihren Begegnungen. Alle Beiträge auf einen Blick finden Sie hier:

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