Die Mutter von Guadalupe

  • Villa de Guadalupe - 25.08.2014

Guadalupe, Torre Latinoamericano, Teotihuacan oder anderes – ein klein wenig Sightseeing muss auch dabei gewesen sein. „Bin ich nicht hier, weil ich Deine Mutter bin?“ Die Jungfrau von Guadalupe gibt dem Land mit diesen Worten Liebe, Sicherheit und Zuversicht. Die Mutter ist in jedem Haus, in jedem Laden zu finden. Die Menschen tragen ein Bild von ihr um den Hals oder am Schlüsselbund. Sie hält das Land zusammen, schützt und segnet es.

Der Weg von der U-Bahn-Station zur Basilika von Guadalupe ist nicht schwer zu finden. Ein großer Strom von Menschen zieht von dort Richtung Basilika. Vorbei geht es an Ständen mit Bildern, Figuren, Taschen, Ketten, CDs. Schließlich stehen wir unten an der Straße und sehen hinauf zum großen Tor, hinter dem man die alte Basilika mit ihrem goldenen Dach erkennen kann.

Die Jungfrau von Guadalupe wird als Teil der Familie angesehen. Angelika Kamlage

Mit Hunderten von Menschen pilgern wir hinauf – unter ihnen viele schwangere Frauen und Familien mit Säuglingen und Kleinkindern. Viele tragen Statuen oder Bilder der Jungfrau mit sich. Einige singen oder musizieren. Sie alle erbitten den Segen der Mutter.

Ein Erlebnis fürs Herz ist die Wallfahrt zur Jungfrau von Guadalupe für uns alle. Es ist beeindruckend mit welcher Innigkeit die Mexikaner „ihre“ Jungfrau verehren. Schon in den Tagen in Sayula haben wir erleben dürfen, wie präsent Maria in den Familien ist. Sie ist nicht die heilige Jungfrau, die verehrt wird – sie ist Teil der Familie. Der Mexikaner spricht von „unserer Mutter“. Sie nimmt Teil am Leben des Einzelnen. Ihr wird jeder Kummer und jede Sorge erzählt. Beeindruckend.

Von Angelika Kamlage, Dekanat Böblingen

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