Mit offenen Armen empfangen

  • Reisetagebuch - 24.01.2013

Drei Tage sind wir nun schon in Kamerun und die Vorfreude auf die Feierlichkeiten zur Hundertjahrfeier zur Ankunft des Katholizismus in Kumbo steigt von Tag zu Tag, nicht nur bei den Menschen hier im Bistum, die eifrig die letzten Vorbereitungen treffen, sondern auch bei der German Delegation.

Bevor nun am Freitag, den 25.01.13, der große Festgottesdienst ansteht, hatten wir in den letzten beiden Tagen bereits die Gelegenheit die Menschen in den Gemeinden zu treffen, mit ihnen Gottesdienst zu feiern und Projekte sowie Einrichtungen des Bistums zu besuchen. Nach einem herzlichen Willkommensabend im Bischofshaus und dem dazugehörigen Abendessen mit Bischof George Nkuo und dem Kardinal Tumi teilte sich unsere Delegation am Dienstag in zwei Kleingruppen auf um zwei der Partnergemeinden zu besuchen.

St. Michaels Formation Centre

Für Winfried Montz und Monika Stanossek zusammen mit der Freiwilligen Milena Kehrel ging es nach Meluf, unweit von Kumbo-Town. Dort besuchten die Drei das St. Michaels Formation Centre, ein Ausbildungszentrum, das im Moment 80 Jugendlichen die Möglichkeit zu einer fundierten Berufsausbildung bietet. Aus der Unterstützung des pastoralen Raumes Frankfurt Gallus für dieses Centre erwächst eine Gemeindepartnerschaft zwischen der Pfarrei Meluf und St. Gallus, was eine Erweiterung und Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Limburg und Kumbo bedeutet.

Das St. Michaels Formation Centre in Meluf ist ein Berufsbildungszentrum für Mechaniker, Friseure, Schneider und viele weitere Berufsgruppen. Der überwiegende Teil der derzeit 80 Jugendlichen in der Ausbildung sind Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 18 Jahren. Treike/Bistum Limburg

Besuch der Partnergemeinde in Djottin

Pfarrer Michael Metzler fuhr zusammen mit mir und Sabrina Salcher – ebenfalls eine Freiwillige aus dem Bistum Limburg – in die Partnergemeinde Unterliederbachs, nach Djottin. Die Herzlichkeit der Menschen, die offenen Arme, mit denen wir in den jeweiligen Gemeinden empfangen wurden, und die Freude in den Gesichtern der Menschen sind für uns Ausdruck der lebendigen Partnerschaft zwischen den Gläubigen unserer Bistümer und ein unverkennbares Zeichen, dass uns durch unseren gemeinsamen Glauben und durch unseren gemeinsamen Weg in den letzten 25 Jahren mehr verbindet als trennt.

Social Welfare Office

Am Donnerstag war unsere Delegation dazu eingeladen, das Social Welfare Office (Diözesaner Caritasverband) zu besuchen und mehr über dessen Arbeit zu erfahren. „We want to work for our people to improve on their local living conditions. The least we do for our community that we do onto our Lord”, beschrieben die Mitarbeiter ihre Ziele. Beeindruckt waren wir alle von den Wasserversorgungsprojekten hier im Bistum und der verbindenden Kraft des Wassers.

Launching of the Centenary Magazine

Abends durften wir an einer Veranstaltung teilnehmen, die uns alle tief beeindruckte und ein Vorgeschmack auf die Feierlichkeiten am Freitag sein sollten. Das „Launching of the Centenary Magazine“ stellte sich als eine überaus amüsante Abendveranstaltung heraus. Sketche über die Ankunft der ersten Missionare wurden vorgetragen, die Franziskanerschwestern tanzten in traditionellen Kostümen und die ersten Exemplare des Centenary Magazines wurden medienwirksam und begleitet von zahlreichen Lachern unter den Anwesenden versteigert. Alles in allem ein würdiger Vorabend für das was dann am Freitag folgen sollte.

Von Vanessa Treike, Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg

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