„As a messenger you shall never be tired to deliver a message“

  • Kumbo - 31.01.2013

Nachdem wir am Samstag Einrichtungen wie das Jugendzentrum und das Family Life Office besucht hatten, deren Arbeit die Partnerschaft schon lange begleitet, bereichert und festigt, kamen am Nachmittag Bischof George Nkuo, die Vertreter diverser Partnergemeinden und Institutionen im Bistum Kumbo sowie weitere Involvierte und Interessierte im Bischofshaus zusammen, um über den zukünftigen Weg unserer Partnerschaft zu beraten.

Etwa drei Stunden dauerte unser fruchtbares Meeting, an dessen Ende wir eine konstante Gemeinsamkeit im Wollen verzeichnen konnten und erste Meilensteine für die nächsten Schritte in eine gemeinsame Zukunft setzten. Die Gewissheit, die nächsten Schritte als Partner anzugehen und weiter an unserem Haus der Partnerschaft und Freundschaft zu bauen, ließ sämtliche Teilnehmer auf dem Gruppenfoto zufrieden dreinblicken.

Msgr. Michael Metzler feierte die Eucharistie mit den Schülerinnen und Schülern des St. Augustine College. Treike/Bistum Limburg

Gesang, der zum Himmel schallte

Am darauffolgenden Tag wurden die ersten drei Koffer schon wieder verpackt und für die Heimreise gerichtet. Doch bevor es losgehen sollte, feierten wir morgens eine Messe mit den Schülerinnen und Schülern des St. Augustine College nahe dem Pastoralzentrum, in dem wir untergebracht waren. Wie beeindruckend, freudig und stimmgewaltig eine Schulmesse doch sein kann, war mir nicht mehr bewusst. Die Schüler sangen aus Leibeskräften, sodass die Lieder wirklich bis zum Himmel schallten. Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler waren anwesend, um nach dem Gottesdienst als positive Beispiele für den Werdegang eines SAC-Schülers Zeugnis zu geben und den Anwesenden ein Ansporn zu sein.

Nach dem Mittagessen im Haus des Generalvikars statteten wir dem Fons-Palast in Kumbo einen Besuch ab. Ein Fon ist hier das Oberhaupt in einem jeden Ort. Unzählige traditionelle Riten sind bei einem solchen Besuch zu beachten, weshalb wir von Bruder Andrew begleitet wurden, der in den letzten Jahren in St. Georgen in Frankfurt studiert hatte und uns somit die einzelnen Schritte erläutern konnte. Leider war der Fon jedoch nicht in seinem Palast anzutreffen, weshalb wir sozusagen unverrichteter Dinge wieder gingen.

„Es waren sehr gute Begegnungen, tiefgehende Unterhaltungen und ein intensiver Austausch, die wir hier erleben durften.“

Im Bischofshaus kamen alle zusammen, um über den zukünftigen Weg der Partnerschaft zwischen Limburg und Kumbo zu beraten. Treike/Bistum Limburg

Abschied der German Delegation

Und dann … auf einmal war er da: der Zeitpunkt, sich von der German Delegation schon wieder zu verabschieden. Die gemeinsame Zeit in Kumbo war schon vorbei und wie immer war alles viel zu schnell an uns vorbeigezogen: die doch sehr alternativ verlaufene Anreise, die ersten Begegnungen in den Partnergemeinden, der beeindruckende Festgottesdienst zum hundertjährigen Jubiläum der Ankunft des Glaubens und die weiteren Besuche in den Einrichtungen. Es waren sehr gute Begegnungen, tiefgehende Unterhaltungen und ein intensiver Austausch, die wir hier erleben durften. Die Koffer für die Heimreise scheinen leerer zu sein, als es auf dem Weg hierher der Fall war, doch wenn man auch das nicht-materielle Gepäck mit einbezieht, so sind sie übervoll!

Für mich persönlich wird es noch ein paar Tage weitergehen. Einige Partnergemeinden möchte ich besuchen, mich mit den Menschen austauschen und sehen, wie Partnerschaft auf dem Grassroots-level gelebt wird. Ich bin gespannt, was die verbleibenden Tage für mich bereithalten, und schaue voller Vorfreude auf den Plan für die kommende Woche.

Von Vanessa Treike, Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg

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