• Reisetagebuch - 13.02.2013

Als Boten waren wir unterwegs in den letzten Wochen. Als Boten der guten Wünsche von deutscher Seite, als Boten der Nachrichten und Grüße von kamerunischer Seite, als Briefboten und vor allem als Boten für unsere lebendige und intensive Partnerschaft zwischen Limburg und Kumbo. Am 21. Januar waren wir aufgebrochen, um an den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum der Ankunft des katholischen Glaubens in der Region, die heute das Bistum Kumbo ist, teilzunehmen und mit den Menschen in Kumbo unseren partnerschaftlichen Weg der letzten 25 Jahre zu feiern.

Wir, das waren der Leiter der Delegation, Msgr. Michael Metzler, Vorstand des Diözesanen Caritasverbandes und Pfarrer in St.Josef Bornheim, der im Auftrag unseres Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst reiste und diesen vor Ort vertrat. Des Weiteren Winfried Montz, Leiter der Abteilung Weltkirche im Bistum Limburg, Monika Stanossek, Pfarrbeauftragte in den Gemeinden St. Gallus und Maria Hilf in Frankfurt, und Vanessa Treike, Referentin für Partnerschaft und Dialog in der Abteilung Weltkirche. Im Gepäck hatten wir alle gute Wünsche zum Jubiläum des Glaubens in Kumbo, aber auch den Wunsch, zusammen mit unseren Partnern in die Zukunft zu schauen, unsere Beziehungen der letzten 25 Jahre zu würdigen und sie für künftige Unternehmungen auf ein solides Fundament zu stellen.

Die deutsche Delegation aus dem Bistum Limburg Treike/Bistum Limburg

Bischof George eröffnete unser Treffen mit dem Partnerschaftskomitee mit den Worten: „Wir glauben nicht nur dass unsere Partnerschaft eine fruchtbare und lebendige ist, wir haben es in den letzten 25 Jahren erfahren dürfen.“ Durch verschiedenste Besuche in den Partnergemeinden, in verschiedenen Einrichtungen des Bistums Kumbo, wie etwa der Caritas, und gerade durch die Meetings mit dem Partnerschaftskomitee erhielt unsere Partnerschaft aufs Neue Impulse und wurde gefestigt durch persönliche Begegnungen.

„Wir glauben nicht nur, dass unsere Partnerschaft eine fruchtbare und lebendige ist, wir haben es in den letzten 25 Jahren erfahren dürfen.“

— Bischof George Nkuo

Neue Herausforderungen für den gemeinsamen Weg

All dies führte uns zum Anfang eines neuen, gemeinsamen Prozesses, der uns im kommenden Jahr herausfordern, aber auch sicherlich zukünftig belohnen wird: Zusammen wollen die Partner aus Kumbo und Limburg die Partnerschaft im Rahmen einer Vereinbarung nachhaltig gestalten und während eines gemeinsamen Workshops die Manifeste und Ziele unserer Partnerschaft herausarbeiten, sodass diese für die künftige Gestaltung unserer Verbindung festgehalten sind und auch verbreitet werden können.

Die Partner aus Kumbo winken zum Abschied. Treike/Bistum Limburg

Ein Versprechen für die Zukunft

„The gifts that have been given to you – you should share them and pass them on to others!” (Die Geschenke, die ihr erhalten habt, sollt ihr mit anderen teilen und weiterreichen) predigte der Erzbischof Piero Pioppo, Apostolischer Nuntius in Kamerun, während des Festgottesdienstes zum Jubiläum des Glaubens. Das Verbreiten und Weiterreichen der Geschenke unserer partnerschaftlichen Verbundenheit im Glauben, im Alltag und im Geiste ist ein zentrales Ziel unserer Arbeit an einem Memorandum of Understanding. Dabei wollen wir uns auf eine gemeinsame Blickrichtung ausrichten, gemeinsame Ziele formulieren und uns unseres soliden Fundaments bewusst werden. Unsere Vereinbarung soll nicht den Charakter eines Vertrags haben, vielmehr soll es sich um eine Vereinbarung handeln, ein Versprechen, dass wir – ungeachtet der Schwierigkeiten, die aufgrund kultureller, ideologischer oder alltäglicher Probleme aufgetreten sind und auftreten werden – den Weg gemeinsam weitergehen, immer in dem Bewusstsein, dass uns vieles trennt, aber mehr noch eint!

„The gifts that have been given to you – you should share them and pass them on to others!“

— Erzbischof Piero Pioppo

„Schwestern und Brüder, die einander nah und füreinander da sind“

Diese Reise im Januar 2013 war ein guter Einstieg in ein Jahr, in dem wir 25 Jahre der intensiven Verbundenheit feiern und uns gemeinsam für weitere rüsten. „Gemeinsam sind wir auf dem Weg, uns immer besser zu verstehen, uns immer mehr als Schwestern und Brüder zu sehen, die einander nah und füreinander da sind“, so beten wir in unserem Partnerschaftsgebet und daran arbeiten wir.

Partnerschaft lebt von Begegnungen. Wir hoffen, dass wir diese reichen Geschenke der intensiven Begegnung vor Ort an die Menschen nun zu Hause im Bistum Limburg als Messenger weitergeben und diese durch Teilen noch vergrößern können!

Es war schön, den Lesern dieses Blogs unsere Reise näher bringen zu können und von unseren Erlebnissen zu berichten. Ich hoffe, dass ich einen Einblick in die Beziehungen zwischen Kumbo und Limburg geben und somit diese lebendige, farbenfrohe und tiefgreifende Partnerschaft für Involvierte sowie Interessierte zugänglich machen konnte.

Ihre/Eure

Vanessa Treike
Stellvertretend für unsere deutsche Delegation

Im Detail

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Kumbo und Limburg gibt es

  • sechs Gemeindepartnerschaften;
  • insgesamt 28 Freiwillige, die seit 1992 einen Dienst leisteten – davon 23 Limburger, die für ein Jahr nach Kumbo kamen, und fünf junge Menschen aus Kumbo, die ein Jahr in Limburg verbrachten;
  • den Bund der katholischen Jugend (BdkJ), der gute Beziehungen zum Youth Centre in Kumbo pflegt.

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