Natursteine ohne Kinderarbeit

Der Verein Xertifix

Kaum vorstellbar, aber umso schlimmer: Kinderarbeit gibt es auch in indischen Steinbrüchen, also dort, wo für unsere Gärten, Küchen oder Grabsteine Natursteine abgebaut werden. Als der Misereor-Kinderarbeitsexperte Benjamin Pütter Anfang der 2000er Jahre auf Anfrage von Steinmetzen indische Steinbrüche inspizierte, traf er bei unangekündigten Besuchen in jedem Steinbruch Kinderarbeiter an – nicht so bei zuvor angekündigten Inspektionen: Hier blieb seine Suche nach Kinderarbeitern erfolglos. Laut Schätzungen der ILO arbeiten derzeit weltweit mehr als eine Million Kinder in Bergwerken oder Steinbrüchen. Dabei zählt diese Arbeit zu den schlimmsten Formen der Kinderarbeit.

Um das zu verhindern, wurde im Jahr 2005 Xertifix e. V. gegründet. Die Arbeit des Vereins stützt sich auf drei Säulen:

1. Kontrollen

Inspektoren führen in indischen Steinbrüchen und Betrieben unangekündigte Kontrollen durch und stellen somit sicher, dass keine Kinderarbeit stattfindet, alle Kernarbeitsnormen der ILO eingehalten und die Arbeitsbedingungen insgesamt verbessert werden.

2. Sozialprojekte

Gemeinsam mit Misereor werden in Steinbruchregionen Sozialprojekte zur Prävention von Kinderarbeit und zur Rehabilitation durchgeführt.

3. Öffentlichkeitsarbeit

Durch Öffentlichkeitsarbeit informiert der Verein Konsumenten und Kosumentinnen über die Problematik und arbeitet auf Veränderungen politischer Rahmenbedingungen hin.

Stand: September 2012

Mehr Informationen zum Verein finden Sie auf der Xertifix-Webseite .

© Walter Schmidt, Xertifix e. V.