Missio macht mobil für Menschenrechte

  • Aachen - 12.05.2014

Das Internationale Katholische Missionswerk Missio will während der Fußballweltmeisterschaft für die Menschenrechte und insbesondere für die Freilassung der pakistanischen Christin Asia Bibi werben. Dazu verteilt das in Aachen ansässige Hilfswerk in den kommenden Wochen Aktionskarten mit roten Solidaritätsbändern für Asia Bibi, die vor fünf Jahren nach einem Streit am Arbeitsplatz wegen des Vorwurfs der Gotteslästerung zum Tod verurteilt wurde und seitdem auf ihre Berufungsverhandlung wartet.

Missio appelliert an die Teilnehmer der Aktion, die Solidaritätsbänder während der WM öffentlich sichtbar zu tragen, zum Beispiel zu Live-Übertragungen der Spiele bei Public Viewing-Veranstaltungen, in Gaststätten, in Pfarrheimen oder auch zu Hause mit Freunden und Bekannten vor dem Fernseher. Auf diese Weise solle eine mehrwöchige „Fanmeile der Menschenrechte“ für die pakistanische Christin entstehen.

Grundlage für die Verurteilung von Asia Bibi war das sogenannte Blasphemiegesetz. Wer in Pakistan verdächtigt wird, den Propheten Mohammed beleidigt oder den Koran verunglimpft zu haben, kann nach diesem Gesetz angeklagt und verurteilt werden. Laut missio sind diese Vorwürfe meist konstruiert. Das Gesetz werde in privaten, politischen und wirtschaftlichen Konflikten missbraucht, um gegnerische Parteien auszuschalten oder Minderheiten einzuschüchtern.

© KNA

Mitmachen

Wenn Sie die Missio-Fanmeile der Menschenrechte unterstützen wollen, finden Sie hier weitere Informationen:

www.missio-hilft.de