Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen

  • Fastenimpulse

Wenn alle Länder der Erde den gleichen Lebensstil und das gleiche Konsumverhalten wie die westlichen Industriestaaten pflegten, wäre eine ökologische Katastrophe unvermeidlich. Schon jetzt verbrauchen wir mehr Ressourcen als der Planet hergibt. 2015 war der „Welterschöpfungstag“ der 13. August. Es ist der Tag, an dem wir verbraucht haben, was uns eigentlich zusteht. Für den Rest des Jahres lebten wir von der Substanz auf Kosten zukünftiger Generationen.

Was fordern die SDGs?

Weil Entwicklungsländer einen hohen Nachholbedarf haben, ist ein nachhaltiger Konsum vor allem von den reichen Ländern gefordert.

Sie sollen:

  • eine nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen,
  • Nahrungsmittelverschwendung halbieren und Ernteverluste verringern,
  • das Abfallaufkommen durch Wiederverwertung verringern,
  • durch Information das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur fördern,
  • schädliche Subventionen fossiler Brennstoffe beseitigen.

Was können wir tun?

Das Gelübde der Armut verpflichtet Ordenschristen zu einem einfachen Lebensstil. Viele religiöse Gemeinschaften haben sich Gedanken über ihren Lebensstil, Konsumverhalten und ethische Geldanlagen gemacht. Im Netzwerk Afrika Deutschland (NAD) haben wir immer wieder über die Notwendigkeit einer grundlegenden Transformation unseres Wirtschaftssystems informiert und zu einer Reflexion über verantwortliche Kaufentscheidungen angeregt.

Da sich der Markt und seine Akteure ständig verändern und die Zahl der Nachhaltigkeitssiegel nicht überschaubar ist, ist es wichtig, sich immer wieder neu zu informieren. Weitere Informationsquellen:

Worte, die uns ermutigen

  • Das Kaufen [ist] nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Handlung. (Laudato Si‘ 206)
  • Die Erziehung zur Umweltverantwortung kann verschiedene Verhaltensweisen fördern, die einen unmittelbaren und bedeutenden Einfluss auf den Umweltschutz haben, wie die Vermeidung des Gebrauchs von Plastik und Papier, die Einschränkung des Wasserverbrauchs, die Trennung der Abfälle, nur so viel zu kochen, wie man vernünftigerweise essen kann, die anderen Lebewesen sorgsam zu behandeln, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder ein Fahrzeug mit mehreren Personen zu teilen, Bäume zu pflanzen, unnötige Lampen auszuschalten. All das gehört zu einer großherzigen und würdigen Kreativität, die das Beste des Menschen an den Tag legt.  (LS 211)
  • Ich hoffe auch, dass in unseren Seminaren und den Ausbildungsstätten der Orden zu einer verantwortlichen Genügsamkeit, zur dankerfüllten Betrachtung der Welt und zur Achtsamkeit gegenüber der Schwäche der Armen und der Umwelt erzogen wird […] Die Genügsamkeit, die unbefangen und bewusst gelebt wird, ist befreiend.  (LS 214,223)
  • Während das Herz des Menschen immer leerer wird, braucht er immer nötiger Dinge, die er kaufen, besitzen und konsumieren kann […] Die Versessenheit auf einen konsumorientierten Lebensstil kann – vor allem, wenn nur einige wenige ihn pflegen können – nur Gewalt und gegenseitige Zerstörung auslösen. (LS 204)

© Netzwerk Afrika Deutschland (NAD)

Netzwerk Afrika Deutschland

Im Netzwerk Afrika Deutschland „Glaube und Gerechtigkeit“ e. V. haben sich über 40 katholische Ordensgemeinschaften zusammengetan, die in Afrika Missions- und Entwicklungsarbeit leisten. Die Ziele des Netzwerks sind unter anderem Information und Bewusstseinsbildung über Afrika, Lobbyarbeit in der deutschen Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit missionierenden Orden und geistlichen Gemeinschaften, die in Afrika arbeiten.

www.netzwerkafrika.de

Fastenimpulse

Alle Impulse des Netzwerks Afrika Deutschland finden Sie hier:

Zu den Impulsen

Agenda 2030

Mehr Informationen zu den globalen Nachhaltigkeitszielen (Agenda 2030) finden Sie in unserem Dossier.

Zum Dossier