Eine Zukunft für die Kinder von Schineni

  • Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel

Die fünf Ordensfrauen des Konventes der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) im rumänischen Schineni konzentrieren sich zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Verbesserung der konkreten Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben. Aber auch den alten und kranken, oftmals verlassenen Menschen, die sich kaum alleine helfen können, gilt ihre Sorge. Außerdem bieten sie den Menschen und Familien des ländlich strukturierten Raumes Unterstützung und Begegnungsmöglichkeiten.

Angefangen hat alles mit dem Aufbau von zwei Kinderhäusern im Jahr 2000. Hier leben heute in jedem Haus jeweils vier Mädchen und vier Jungen. In den bewusst klein gehaltenen Häusern haben verlassene oder verwaiste Straßenkinder ein neues Zuhause, eine neue Familie gefunden. Die Kinder besuchen von hier aus die Schule bzw. den Kindergarten und lernen im Zusammenleben mit den Schwestern, Sozialarbeitern und Erzieherinnen familienähnliche Wohn- und Lebensverhältnisse kennen. Dabei wird aber auch Wert darauf gelegt, den Kontakt zu den Ursprungsfamilien zu erhalten oder neu zu suchen.

„Haus der Zukunft“

In den Folgejahren wurde ein eigenes Schwesternhaus am anderen Ende des Dorfes gebaut und im Erdgeschoss ein Treffpunkt sowie eine Anlaufstelle für eine Reihe von Dorfkindern und Jugendlichen eingerichtet. Diese kommen fast alle aus sehr armen und zum Teil zerrütteten Familien. Hier erhalten sie eine Hausaufgabenbetreuung sowie – einige von ihnen – ein warmes Mittagessen. Selbstverständlich erfreuen sich auch die Freizeitangebote großer Beliebtheit. Da aber mittlerweile die räumlichen Kapazitäten nicht mehr reichten, wurde im Jahr 2009 ein „Haus der Zukunft“ gebaut und eröffnet. In diesem Haus gegenüber dem Konventshaus gibt es jetzt zusätzliche Räume für die Jugendlichen. Und im Obergeschoss leben jetzt die Jugendlichen, die mit 18 Jahren das Kinderheim verlassen haben und sich auf dem Weg in die Selbstständigkeit vorbereiten. Auf diesem Weg werden sie intensiv von den Schwestern begleitet.

Familienpatenschaften

Um die besonders armen und Not leidenden Familien der Kinder in der Region von Schineni mittel- und langfristig in die Lage zu versetzen, ihr Leben menschenwürdig und ohne fremde Hilfe von außen zu gestalten, vermitteln die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel seit dem Jahr 2004 Familienpatenschaften von monatlich 30 Euro. Dieser Patenschaftsbeitrag sichert das Überleben der Familie durch eine ausreichende Ernährung, medizinische Grundversorgung sowie die regelmäßige Erziehung und Bildung der Kinder. Über 100 Familien wurden bis heute bereits in dieses Programm aufgenommen.

Stand: Oktober 2014

Auf der Webseite der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel finden Sie mehr Informationen rund um das weltweite Engagement des Ordens.

© Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP)