Landjugendliche bewegen das Land

  • CARYM Sambia - KLJB im Erzbistum Paderborn

Seit 1995 besteht zwischen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Erzbistum Paderborn und der Catholic agricultural rural youth movement (CARYM) in den sambischen Diözesen Mansa und Kasama eine enge Partnerschaft. Die Landjugendverbände eint das Ziel, die Lebensbedingungen junger Menschen in ihren jeweiligen ländlichen Herkunftsregionen positiv zu beeinflussen.

Regelmäßige Treffen in Sambia und Deutschland schaffen Lebendigkeit

Das wichtigste Element der Partnerschaft sind regelmäßige gemeinsame Workcamps oder Fachkräfteaustausche in Deutschland und Sambia. „Innerhalb von drei Jahren treffen wir uns einmal in Deutschland und Sambia“ erläutert die zuständige Diözesanvorsitzende Inga Michels den Rhythmus. „Dabei wurde in der Vergangenheit gemeinsam ein Jugendzentrum in Kasama aufgebaut, inhaltlich am Klimawandel und der biologischen Artenvielfalt gearbeitet und ein Workshop, bei dem wir Vorstände uns qualifiziert haben, durchgeführt“.

„Nur im gemeinsamen Beten, Arbeiten und Zusammenleben kann ein wirkliches Verständnis für die jeweils andere Lebenswelt entstehen.“

Impressionen aus einer gemeinsamen Fortbildung KLJB im Erzbistum Paderborn

Persönliche Beziehungen sind entscheidend

Neben der inhaltlichen und praktischen Arbeit werden bei den Treffen auch viele persönliche Beziehungen geknüpft. „Gute Partnerschaftsarbeit lebt von Menschen, die sich kennen und vertrauen“ kommentiert Diözesanreferent Sebastian Koppers die Wichtigkeit der Begegnungen. „Nur im gemeinsamen Beten, Arbeiten und Zusammenleben kann ein wirkliches Verständnis für die jeweils andere Lebenswelt entstehen“.

Vorbereitet werden die Begegnungen immer in einem gemeinsamen Team von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern der Verbände, die teils schon lange die Partnerschaft mitgestalten. „Typisch für uns als Jugendverband ist aber auch, dass immer wieder neue junge Menschen in die Partnerschaftsarbeit einsteigen!“ freut sich Inga Michels.

Freiwillige machen sich auf nach Sambia

Dank der entwicklungspolitischen Freiwilligendienste erhalten junge Menschen immer wieder neu die Möglichkeit, das Leben in Sambia kennenzulernen und die deutsch-sambische Partnerschaft zu stärken. Seit 2009 bietet die KLJB zusammen mit dem mundus Eine Welt e. V. die Dienste regelmäßig an. Für ein Jahr engagieren sich junge KLJBler nach dem Abitur oder der Berufsausbildung freiwillig in Sambia. Sie arbeiten in Schulen, helfen bei der Betreuung von Kindern oder unterstützen die CARYM in ihrer Ausbildungsarbeit.

„Die Freiwilligen sind wie Brückenbauer: Schon während des Einsatzes und besonders danach sorgen sie durch ihre engen Beziehungen dafür, dass die Partnerschaft lebendig bleibt“ so Koppers. „Für die kommenden Jahre planen wir, dass noch mehr junge Menschen mit landwirtschaftlichem Hintergrund als Freiwillige in Sambia aktiv sind“ blickt Inga Michels voraus. „Von den CARYM-Mitgliedern werden wir oft bei deren Besuchen hier in Deutschland auf unsere Landwirtschaft angesprochen und stellen ein großes Bedürfnis nach einem Austausch fest.“

Auch im kommenden Jahr wird es wieder ein Treffen geben. Diesmal macht sich die KLJB auf den Weg nach Sambia. „Das wird das erste Treffen seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags 2011 – wir freuen uns sehr darauf mit der CARYM dann die Partnerschaft weiterzuentwickeln“. Inga Michels ist sich sicher, dass auch diese Begegnung ein guter nächster Schritt in einer lebendigen Partnerschaft ist.

Stand: September 2012

Auf der Webseite der KLJB im Erzbistum Paderborn erfahren Sie mehr über die deutsch-sambische Partnerschaft.

© Sebastian Koppers, KLJB im Erzbistum Paderborn

CARYM

wurde 1985 in den Diözesen Mansa und Kasama gegründet. In beiden Bistümern setzt sich die CARYM für die Verbesserung der Lebensbindungen junger Menschen ein und versucht, an der Entwicklung attraktiver ländlicher Lebensräume mitzuarbeiten. Von der Basisgemeinde bis zur Nationalebene arbeitet die CARYM in Teams aus Frauen und Männer in enger Zusammenarbeit mit den kirchlichen Einrichtungen. Themen der Arbeit sind nachhaltige Landwirtschaft und Trainings zu Projekt- und Businessmanagement, Umweltschutz und Genderfragen.

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