Frauen stark machen. Mit Solidarität und Bildung.

  • Guatemala - Adveniat

Migrantinnen werden in Guatemala oft ausgenutzt und unterdrückt. Sie haben weder in Gesellschaft noch Politik eine Lobby. Eine kleine Ordensgemeinschaft in der Diözese El Petén gibt diesen Frauen Mut und Perspektiven.

Im Jahr 2011 konnten durch die Förderung von Adveniat insgesamt acht Gruppen von Landfrauen in den Gemeinden San José und San Andrés an Kursen und Fortbildungen zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation und zur spirituellen Stärkung teilnehmen. Neben praktischen handwerklichen Fähigkeiten lernen die Teilnehmerinnen, ihre Situation im Bezug auf Teilhabe an der Gesellschaft und Zukunftschancen selbst einzuschätzen und für ihre Interessen aktiv einzutreten.

Gemeinsam arbeiten für ein besseres Leben: Die Frauen haben gelernt, aus selbst gezogenen Sojabohnen Sojamilch und -käse für den Verkauf herzustellen. Adveniat

Vertrauen finden. In Gott und in die Kraft der eigenen Hände.

Harte Arbeit unter oft unwürdigen Bedingungen, Hungerlöhne und Missachtung in der eigenen Familie – obwohl Maya-Frauen in Guatemala rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachen, haben sie keine eigene Stimme im Land. Jahrhundertealte Traditionen halten die Frauen und Mädchen in Unterwürfigkeit und Sprachlosigkeit gefangen. Armut, Analphabetismus und ständige Diskriminierung lassen Viele den Mut verlieren.

Die Gemeinschaft der Hermanitas de la Inmaculada Concepción hat es sich zur Aufgabe gemacht, den armen indigenen Frauen in der Diözese El Petén mit ganzheitlicher Bildung und spiritueller Begleitung Hoffnung zu schenken und praktische Lebenschancen zu eröffnen. Bereits seit 2010 finanziert Adveniat das Kursangebot der Schwestern für benachteiligte und von Armut betroffene Frauen. 2012 förderte das Lateinamerika-Hilfswerk sowohl die pastorale Begleitung als auch die praktische Wissensvermittlung mit einem Zuschuss von 9.000 Euro.

Stand: September 2012

Auf der Webseite von Adveniat erfahren Sie mehr über dieses Projekt.

© Adveniat