Wir haben den Hunger satt!

  • Misereor-Fastenaktion 2013

870 Millionen Menschen auf der Welt hungern, sind mangel- oder unterernährt. Alle vier Sekunden muss deshalb ein Mensch den Hungertod sterben. Über 95 Prozent der hungernden Menschen leben in Afrika südlich der Sahara, in Lateinamerika und in Asien; insbesondere Kleinbauern und indigene Gruppen sind betroffen. Sie kämpfen nicht nur mit den Folgen des Klimawandels, sondern auch gegen ungerechte Handelsstrukturen, gegen Saatgutpatente und gegen Landraub oder Nahrungsmittelspekulation.

Der Hunger im Süden stellt deshalb auch die Lebensweise im Norden, das Konsumverhalten und die Ernährungsgewohnheiten in Europa und Nordamerika in Frage. Was muss geschehen, um den Hunger zu begrenzen?

Das weltweit größte katholische Entwicklungshilfswerk Misereor will mit seiner aktuellen Fastenaktion auf diesen Zusammenhang hinweisen und ruft während der Fastenzeit zu Solidarität mit den Hungernden und einem veränderten Konsumverhalten in Deutschland auf. Die Aktion steht unter dem Leitwort: „Wir haben den Hunger satt!“.

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Alicja Malinowski

Fastenzeit ist Misereor-Zeit in der Kirche und in dieser Zeit kommen Gäste aus Misereor-Projekten im Niger, Bangladesch und Paraguay nach Deutschland und berichten in Gemeinden und Schulen über ihren Einsatz im Kampf gegen den Hunger. Das neue Misereor-Hungertuch wird während der Fastenzeit in vielen Gemeinden und Kirchen zu sehen sein. Mit Aktionsimpulsen für die Gemeinden sowie mit einer eigenen Kinderfastenaktion und der gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend BDKJ entwickelten Jugendaktion ruft Misereor zur Beteiligung auf. Neben dem Fastenopfer als Zeichen der Solidarität und Verbundenheit mit den Ärmsten sollen mit der Aktion auch konkrete Schritte im Kampf gegen den weltweiten Hunger entwickelt werden.

Eröffnet wird die bundesweite Fastenaktion am 17. Februar 2013 im Bistum Aachen mit einem feierlichen Gottesdienst, der von der ARD im 1. Programm übertragen wird. Zu diesem Gottesdienst werden Menschen aus ganz Deutschland das Hungertuch in einer einwöchigen Wallfahrt nach Aachen bringen. Höhepunkt der Fastenaktion ist der fünfte Sonntag der Fastenzeit, der 17. März 2013. Dann werden bundesweit die Gläubigen in allen katholischen Gottesdiensten über die Misereor-Arbeit informiert und um Unterstützung gebeten. Die Fasten-Kollekte von Misereor erbrachte im vergangenen Jahr über 17 Millionen Euro und ermöglicht so dringend benötigte Hilfe auch in den entlegensten Winkeln der Welt. Die Misereor-Fastenaktion endet am Ostersonntag. In 2011 und 2012 hatte die Fastenaktion die Lebensbedingungen in den großstädtischen Armenvierteln thematisiert.

© Misereor