Missio-Praktikanten begrüßen Gäste von den Philippinen

  • Engagement

Sie waren alle schon selbst Gast in einem anderen Land – jetzt tauschen sie die Rollen und sind Gastgeber: Während des Monats der Weltmission im Oktober werden zehn Praktikanten die Projektpartner aus dem diesjährigen Beispielland Philippinen begleiten. Eine Aufgabe, die Missio München seit vielen Jahren anbietet. Sie werden an der Seite der Missio-Gäste Veranstaltungen besuchen, übersetzen, deren Alltag koordinieren und sich um das persönliche Wohl kümmern. Vier Wochen mit Raum für intensiven Dialog.

Eva Maria Riquartz war gerade auf dem Weg zum Nachtmarkt in Davao als dort zwischen den Ständen die Bombe explodierte. Knapp vier Wochen später sitzt sie im Vorbereitungsteam zum Weltmissionsmonat bei Missio in München und berichtet immer noch bewegt vom Abend des 2. September, als bei einem Anschlag der islamistischen Organisation Abu Sayyaf  auf Mindanao im Süden der Philippinen 14 Menschen getötet und mindestens 60 verletzt wurden. Die 25-Jährige war als Missionarin auf Zeit (MaZ) ein Jahr nördlich von Manila und auf der Insel Mindanao eingesetzt. Die Studentin der katholischen Theologie ist sich sicher: „Die aktuellen Meldungen und die politische Situation auf den Philippinen werden uns bei den Veranstaltungen zum Sonntag der Weltmission im Oktober begleiten.“

Martin Bagani Catarata (23), der an der Universität in Trier Moderne China-Studien belegt und selbst Familie auf den Philippinen hat, wertet den Fokus auf den Inselstaat als große Chance: „Ich hoffe, dass die Menschen hier die Aktionen im Oktober nutzen, um eine positive Sicht auf dieses Land zu bekommen und darauf, was die Menschen dort leisten.“

Die Praktikanten sind starke Bindeglieder an der Seite der Missio-Projektpartner.

Missio München

Bindeglieder hierfür sind die Praktikanten an der Seite der philippinischen Projektpartner. Wie Sarah Christ. Die 29-Jährige sammelte Eine-Welt-Erfahrung während eines Freiwilligen Sozialen Jahres bei den Hiltruper Missionaren in Acarí/ Peru und steht nun kurz vor ihrem Staatsexamen. Bis heute begleitet sie peruanische Kirchenvertreter bei deren Aufenthalten in Deutschland und übersetzt. „Ich freue mich besonders auf die Begegnungen mit den Menschen in den vielen Gemeinden, die wir besuchen werden“, sagt sie.

Auch Jakob Bubenheimer (25) wird im Oktober in den Diözesen in Bayern und im Bistum Speyer unterwegs sein und dort die Missio-Aktion Furchtlos vorstellen. Während seines Freiwilligendienstes auf der philippinischen Insel Negros lernte der 25-jährige Student der Caritaswissenschaft die Arbeit der Ortskirche kennen und schätzen: „Die verschiedenen Einsatzfelder der Kirche auf den Philippinen sind eng miteinander verbunden und dadurch stark. Ich habe viele Ehrenamtliche kennengelernt, die wichtige Arbeit leisten. Dafür stehen unsere Gäste“, sagt er.

Die Missio-Praktikanten haben sich intensiv auf die Gäste vorbereitet.

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Mit dem Missio-Projektpartner Joseph Guevarra, der am Pastoralinstitut Bukal ng Tipan die Arbeit der Kleinen Christlichen Gemeinschaften koordiniert, wird Dominik Abel unterwegs sein. In seinem Studium der Theologie und Volkswirtschaft legt der 25-Jährige einen Schwerpunkt auf das Thema Armut. „Was man sonst sehr theoretisch betrachtet, wird in diesen vier Wochen einmal anders erlebbar. Auf diese Impulse freue ich mich!“

Wie Menschen von den Philippinen ihren Glauben leben, woraus sie Kraft ziehen und wie sie ihren Gottesdienst miteinander feiern – auf diese besondere Erfahrung ist Alisa Buchstab (19) gespannt. An der Seite von Missio-Gast Pater Daniel Pilario erwartet die Studentin der Kulturwirtschaft interessante Diskussionen.

Christina Haaf (23), die in verschiedenen Eine-Welt-Gremien aktiv ist, freut sich auch auf den persönlichen Mehrwert aus vier spannenden Wochen: „Ich bin mir sicher, dass ich viele neue Ideen für meine Arbeit mitnehmen werde.“

Von Kristina Balbach, Missio München

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