„Das Recht ströme wie Wasser“

  • Fastenaktion

Blutige Landkonflikte, entrechtete Bevölkerungsgruppen, Todesdrohungen gegen Landarbeiter. So stellt sich die aktuelle Situation im Amazonasgebiet Brasiliens dar. Daher steht die Sorge für das Recht, für Gerechtigkeit und Menschenwürde im Zentrum der Misereor-Fastenaktion 2016.

Neu ist, dass die Aktion unter dem Leitwort „Das Recht ströme wie Wasser“ gemeinsam mit dem Rat der christlichen Kirchen Brasiliens durchgeführt wird. Im Jahr der Barmherzigkeit will die gemeinsame Fastenaktion von Misereor und der Kirche Brasiliens zum Nachdenken, zur Umkehr und zum Spenden ermutigen.

„Die wahren Grenzen heute sind nicht mehr zwischen Ländern, sondern zwischen frei und unfrei, zwischen arm und reich, zwischen Zugang und keinem Zugang zu Basisdienstleistungen. Es ist Aufgabe der Kirchen und Religionen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich niemand als überflüssig und nutzlos betrachtet“, erklärt Misereor-Chef Pirmin Spiegel das Motto der Aktion.

Eröffnung in Würzburg

Eröffnet wird die Misereor-Kampagne am 10. Februar 2016 mit einem Festgottesdienst in Würzburg. Dieser wird live ab 11 Uhr in der ARD übertragen. Während der Fastenzeit informieren brasilianische Projektpartner des Hilfswerks in ganz Deutschland über die Menschenrechtsarbeit in ihrem Land. Höhepunkt ist wie jedes Jahr der fünfte Sonntag der Fastenzeit. Mit der bundesweiten Kollekte am 13. März 2016 unterstützt Misereor seine Partner weltweit dabei, ihre Rechte durchzusetzen und ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Flagge zeigen für Gerechtigkeit!

„Flagge zeigen für Gerechtigkeit!“ heißt die zentrale Aktion zur Misereor-Fastenaktion 2016. Ob auf Papier, aus Pappe, auf Bettlaken oder  selbstgestrickt – Gemeinden, Aktionsgruppen, Schulklassen, oder Familien sind eingeladen, ihre ganz persönliche Flaggen-Botschaft zu gestalten und diese gut sichtbar an den Kirchturm, ins Fenster, an die Kleidung oder ans Schulgebäude zu hängen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden für all die Menschen, deren Rechte aberkannt, missachtet oder missbraucht werden. (lek)

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