Bedrohte Schöpfung – bedrohte Völker

  • Adveniat-Aktion 2016

Auch ein Jahr nach dem Weltklimagipfel von Paris zerstören der Klimawandel, die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen, Wasserkraftwerke sowie gigantische Soja-, Zuckerrohr- und Palmölplantagen die Lebenswelt der ursprünglichen Völker Amazoniens. Darum stellt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Zukunft der Indigenen im Amazonasgebiet in den Mittelpunkt seiner Weihnachtsaktion. Sie steht 2016 unter dem Motto „Bedrohte Schöpfung – bedrohte Völker“.

Papst Franziskus hat die Kirchen und die Weltgemeinschaft aufgerufen: Schützt unser gemeinsames Haus! Das panamazonische kirchliche Netzwerk Repam (Red Eclesial PanAmazonica) will die Forderungen der Umwelt-Enzyklika „Laudato si‘“ konkret in die Tat umsetzen. Die Ortskirchen der neun Amazonasstaaten setzen sich gemeinsam gegen die fortschreitende Umweltzerstörung und für das Überleben sowie die Rechte der Indigenen ein. Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat gehört zu den Gründungsmitgliedern des Repam-Netzwerks.

Eröffnung der Adveniat-Aktion in München

Eröffnet wird die bundesweite Adveniat-Aktion am ersten Adventssonntag, dem 27. November, mit einem feierlichen Gottesdienst in München. An diesem nehmen unter anderem der Münchner Kardinal Reinhard Marx, Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und Amazonas-Bischof Erwin Kräutler teil.

Während der Adventszeit werden Adveniat-Partner aus Ecuador, Brasilien und Peru in ganz Deutschland unterwegs sein. Sie berichten von ihrem Kampf gegen die vorrückende Erdölindustrie, von der Kriminalisierung, die sie erfahren, wenn sie sich gegen Großprojekte wehren, aber auch von den Aufbrüchen, bei denen sie ihre Weisheiten, ihre Kultur, ihr Weltwissen leben und einbringen.

Höhepunkt der Weihnachtsaktion ist die Kollekte am Heiligen Abend und am 1. Weihnachtsfeiertag. Dann wird in allen katholischen Gottesdiensten für die Menschen in Lateinamerika gesammelt. (lek/Adveniat)

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