Fastenbotschaft von Papst Franziskus

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  • Fastenbotschaft 2014

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Fastenzeit spürbare Opfer für Bedürftige zu bringen. Er misstraue „dem Almosen, das nichts kostet“, schreibt er in seiner Anfang Februar veröffentlichten Botschaft zur Fastenzeit . „Vergessen wir nicht, dass wahre Armut schmerzt“, so der Papst. Ein Verzicht, der diesen Aspekt der Buße nicht einschließe, wäre bedeutungslos. Angesichts weltweiter Not und Armut fordert er in seiner Fastenbotschaft „eine Umkehr der Gewissen zu den Werten der Gerechtigkeit, der Gleichheit, der Genügsamkeit und des Teilens“.

„Wir Christen sind aufgerufen, es unserem Meister gleichzutun und die Not unserer Brüder und Schwestern anzusehen und zu berühren, sie auf uns zu nehmen und konkret zu wirken, um sie zu lindern“, heißt es in der Botschaft weiter. Dabei muss nach den Worten des Papstes der Wille zur Buße hinzukommen.

Not und Armut

Franziskus unterschied in seiner Botschaft zwischen Not und Armut. „Not ist Armut ohne Vertrauen, ohne Solidarität, ohne Hoffnung.“ Heute litten die Menschen unter drei Arten von Not: materieller, moralischer und spiritueller Not. Gegen die Wunden der materiellen Not, „die das Antlitz der Menschheit entstellen“, arbeite die Kirche in ihren diakonischen Einrichtungen an. Ziel müsse sein, Ursachen wie die Verletzung der Menschenwürde, Diskriminierungen und Übergriffe weltweit zu beseitigen, so der Papst. Zudem forderte er eine gerechtere Verteilung des Reichtums auf der Welt.

Die moralische Not belaste viele Familien, so Franziskus weiter, wenn Angehörige dem Alkohol, Drogen, Glücksspiel oder Pornografie verfallen seien. Oft sei soziale Not wie etwa Arbeitslosigkeit oder die Ungleichheit in den Bildungssystemen der Grund dafür und finanzieller Ruin die Folge. Spirituelle Not bedrohe die Menschen, wenn sie sich von Gott entfernten und seine Liebe ablehnten. „Die Auffassung, dass wir uns selbst genügen und daher Gott, der uns in Christus seine Hand entgegenstreckt, nicht brauchen, führt uns auf den Weg des Scheiterns.“ Es gebe „nur ein einziges wahres Elend“, schrieb der Papst: „Nicht als Kinder Gottes und als Brüder und Schwestern Christi zu leben.“

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Fastenbotschaft 2014

Die Botschaft von Papst Franziskus zur Fastenzeit 2014 können Sie hier in voller Länge nachlesen:

zur Fastenbotschaft 2014