Der EDP e. V. und seine Geschichte

Der Exposure- und Dialogprogramme e. V. ist ein gemeinnütziger Verein. Seine Mitglieder werden von der Deutschen Kommission Justitia et Pax aus katholischen Organisationen und Hilfswerken berufen. In Kuratorium und Fachbeirat wirken Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Kirche partei- und konfessionsübergreifend zusammen.

Die Idee des Eintauchens in die Lebensrealität der Armen wurde in den 1960er Jahren von der Katholischen Kirche in Asien entwickelt, um auf diese Weise die vom Zweiten Vatikanischen Konzil formulierte Option für die Armen umzusetzen. Um die Entwicklungspolitik mehr auf Armenorientierung und Partizipation auszurichten, wurde in den frühen 80er Jahren die Idee des „sich Aussetzens“ im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland aufgegriffen. Herr Dr. hc. Karl Osner entwickelte gemeinsam mit Partnerorganisationen aus dem Süden (beispielsweise SEWA – Self Employed Women’s Organisation und Grameen Bank ) 1985 die Exposure- und Dialogprogramme. Seit 1985 wurden mehr als 90 Programme unterschiedlicher Art und Dauer zu vielfältigen Themen durchgeführt und beratend begleitet. Insgesamt nahmen über 1.200 Teilnehmende und verschiedene Partnerorganisationen in Ländern des Südens daran teil.

Mittlerweile führen unsere langjährigen Partner (zum Beispiel SEWA) eigene Exposure- und Dialogprogramme durch, zum einen für nationale und internationale Experten und Entscheidungsträger, aber auch zur Schulung und Fortbildung eigener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Auch andere Träger weltkirchlicher Bildungsarbeit – darunter der Jesuitenorden, vereinzelt Diözesen wie Rottenburg Stuttgart und das Caritas-Pirckheimer-Haus – führen Programme mit Exposure-Elementen durch.

Stand: September 2012

www.exposure-dialog.de

© Gertrud Casel, Exposure- und Dialogprogramme e. V.