Museen

Die Brüder und Schwestern der Missionsorden bilden weltweite Gemeinschaften, die im Auftrag Jesu Christi sein Evangelium weitertragen und allen Menschen bezeugen. In der frühen Neuzeit zogen die ersten Glaubensboten los mit dem Ziel, den vielen Ländern der Erde Sein Heil zu verkünden. Um den daheimgebliebenen Ordensbrüdern und -schwestern ein Bild der fremden Gebiete und Kulturen zu vermitteln, ließen die Missionarinnen und Missionare ihnen zahlreiche Objekte und Werke aus den Ländern weltweit zukommen: von Alltagsgegenständen über Werkzeuge bis hin zu Skulpturen und Kunstwerken.

Viele dieser „Geschenke“ sind heute als völkerkundliche Exponate in den Museen der Ordensgemeinschaften zu betrachten – so zum Beispiel auch in den drei nachfolgenden Häusern der Franziskaner, der Steyler Missionare und der Missionsbenediktiner. Die unten angeführte Übersicht stellt keine vollständige Liste aller Missionsmuseen in Deutschland dar, sondern vielmehr eine exemplarische Auswahl, die jederzeit erweitert werden kann.

Forum der Völker

Das Völkerkundemuseum der Franziskaner ist mit über zehntausend Gegenständen außereuropäischer Kunst und Alltagskultur das größte Völkerkundemuseum Westfalens. Stücke aus den Missionsgebieten aus aller Welt sind im Forum der Völker ausgestellt. Die Veranstaltungsreihe „Werler Gespräche“, in denen Gäste zu den verschiedensten völkerkundlichen Themen Stellung beziehen, rundet das Bildungsangebot der Franziskaner ab. Das Veranstaltungsprogramm sowie nähere Informationen zu den Ausstellungen können auf der Museumswebsite eingesehen werden.

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Haus der Völker und Kulturen

Im völkerkundlichen Museum der Steyler Missionare in Sankt Augustin werden Kunst- und Kultobjekte zahlreicher nicht europäischer Völker ausgestellt. Exponate aus Afrika und Neuguinea nehmen darin einen großen Platz ein. Aber auch christliche Bilder, die von der Ankunft der Jesuitenmissionare in Indien, Japan und China erzählen, sind ausgestellt.

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Missionsmuseum der Erzabtei St. Ottilien

Die Sammlung der Missionsbenediktiner von St. Ottilien umfasst drei große Bereiche: eine ethnologische Sammlung, eine Sammlung mit dem Schwerpunkt Zoologie sowie eine Zusammenstellung von Erinnerungsstücken zur Geschichte der Mission und der Missionare, die in Afrika und Korea gewaltsam zu Tode kamen. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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