Strahlen der Weisheit und Güte Gottes

  • Geistliche Impulse

Viele traditionelle Kulturen hatten großen Respekt vor der Natur und nutzten sie nur für das, was zum Leben notwendig war. Unsere Zeit hat die Tendenz, die Natur als kostenlosen unbegrenzten Rohstoff für die Produkte eines verschwenderischen Lebensstils zu sehen. Dadurch rotten wir jedes Jahr Tausende Arten von Pflanzen und Tieren unwiderruflich aus – zum Schaden künftiger Generationen. In seinem Schreiben „Laudato Si“ lädt uns Papst Franziskus ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen und die einmalige Würde jedes Geschöpfes wahrzunehmen, das durch seine einzigartige Schönheit Gott lobt und die Menschen erfreut.

  • Von „Schöpfung“ zu sprechen ist für die jüdisch-christliche Überlieferung mehr als von Natur zu sprechen, denn es hat mit einem Plan der Liebe Gottes zu tun, wo jedes Geschöpf einen Wert und eine Bedeutung besitzt. Die Natur wird gewöhnlich als ein System verstanden, das man analysiert, versteht und handhabt, doch die Schöpfung kann nur als ein Geschenk begriffen werden, das aus der offenen Hand des Vaters aller Dinge hervorgeht, als eine Wirklichkeit, die durch die Liebe erleuchtet wird, die uns zu einer allumfassenden Gemeinschaft zusammenruft. (Laudato Si 76)
  • Jedes Geschöpf ist Gegenstand der Zärtlichkeit des Vaters, der ihm einen Platz in der Welt zuweist. Sogar das vergängliche Leben des unbedeutendsten Wesens ist Objekt seiner Liebe, und in diesen wenigen Sekunden seiner Existenz umgibt er es mit seinem Wohlwollen. (77) Jedes Geschöpf besitzt seine eigene Güte und Vollkommenheit … Die unterschiedlichen Geschöpfe spiegeln in ihrem gottgewollten Eigensein, jedes auf seine Art, einen Strahl der unendlichen Weisheit und Güte Gottes wider. (69)
  • Während wir die Dinge in verantwortlicher Weise gebrauchen dürfen, sind wir zugleich aufgerufen zu erkennen, dass die anderen Lebewesen vor Gott einen Eigenwert besitzen und ihn schon allein durch ihr Dasein preisen und verherrlichen. Gerade wegen seiner einzigartigen Würde und weil er mit Vernunft begabt ist, ist der Mensch aufgerufen, die Schöpfung mit ihren inneren Gesetzen zu respektieren. (69)
  • Unser Körper (stellt) uns in eine direkte Beziehung zu der Umwelt und den anderen Lebewesen. Das Akzeptieren des eigenen Körpers als Gabe Gottes ist notwendig, um die ganze Welt als Geschenk des himmlischen Vaters und als gemeinsames Haus zu empfangen und zu akzeptieren. (155)
  • Das Verschwinden einer Kultur kann genauso schwerwiegend sein wie das Verschwinden einer Tier oder Pflanzenart, oder sogar noch gravierender. (145)
  • Das Ziel des Laufs des Universums liegt in der Fülle Gottes … ein weiteres Argument, um jede despotische und verantwortungslose Herrschaft des Menschen über die anderen Geschöpfe abzulehnen. Der letzte Zweck der anderen Geschöpfe sind nicht wir. Doch alle gehen mit uns und durch uns voran auf das gemeinsame Ziel zu, das Gott ist, in einer transzendenten Fülle, wo der auferstandene Christus alles umgreift und erleuchtet. Denn der Mensch, der mit Intelligenz und Liebe begabt ist und durch die Fülle Christi angezogen wird, ist berufen, alle Geschöpfe zu ihrem Schöpfer zurückzuführen. (83)

„Spiritualität ist nicht dem Menschlichen allein vorbehalten. Tiere, Pflanzen, Erde, Hügel, Bäume, Orte bilden Teile der menschlichen Spiritualität.“

— Chenjerai Hove

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Netzwerk Afrika Deutschland

Im Netzwerk Afrika Deutschland „Glaube und Gerechtigkeit“ e. V. haben sich über 40 katholische Ordensgemeinschaften zusammengetan, die in Afrika Missions- und Entwicklungsarbeit leisten. Die Ziele des Netzwerks sind unter anderem Information und Bewusstseinsbildung über Afrika, Lobbyarbeit in der deutschen Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit missionierenden Orden und geistlichen Gemeinschaften, die in Afrika arbeiten.

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