Alle Geschöpfe bilden eine Gemeinschaft

  • Geistliche Impulse

Unser pragmatisches Denken verführt uns dazu, die Natur als eine Ansammlung uns nützlicher Objekte zu betrachten und uns selbst als ein von der Natur unabhängiges Individuum zu sehen. Die Wissenschaft hat uns gelehrt, die Welt als ein Netz von eng verknüpften Ökosystemen zu verstehen, in dem alle Lebenden miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. In der Enzyklika „Laudato Si“ schenkt uns Papst Franziskus eine „Spiritualität der globalen Solidarität“, in der wir uns als „Teil einer universalen Familie sehen“ und „in Gemeinschaft mit Gott und mit allen Geschöpfen leben“, von denen unsere Existenz abhängt.

  • Sämtliche Geschöpfe des Universums, da sie von ein und demselben Vater erschaffen wurden, sind durch unsichtbare Bande verbunden und wir alle miteinander bilden eine Art universale Familie, eine sublime Gemeinschaft, die uns zu einem heiligen, liebevollen und demütigen Respekt bewegt… Das bedeutet nicht, alle Lebewesen gleichzustellen und dem Menschen jenen besonderen Wert zu nehmen, der zugleich eine unermessliche Verantwortung mit sich bringt. (Laudato Si 89,90)
  • Die menschliche Person wächst, reift und heiligt sich zunehmend in dem Maß, in dem sie in Beziehung tritt, wenn sie aus sich selbst herausgeht, um in Gemeinschaft mit Gott, mit den anderen und mit allen Geschöpfen zu leben. So übernimmt sie in ihr eigenes Dasein jene trinitarische Dynamik, die Gott dem Menschen seit seiner Erschaffung eingeprägt hat. Alles ist miteinander verbunden, und das lädt uns ein, eine Spiritualität der globalen Solidarität heranreifen zu lassen, die aus dem Geheimnis der Dreifaltigkeit entspringt. (LS 240)
  • Es ist unsere bescheidene Überzeugung, dass das Göttliche und das Menschliche einander begegnen in den kleinsten Details des nahtlosen Gewandes der Schöpfung Gottes, sogar im winzigsten Staubkorn unseres Planeten. (LS 9)
  • Da alle Geschöpfe miteinander verbunden sind, muss jedes mit Liebe und Bewunderung gewürdigt werden, und alle sind wir aufeinander angewiesen. (LS 42) Auch wenn es uns nicht bewusst ist, hängen wir für unsere eigene Existenz von einem solchen Miteinander ab. (LS 140)
  • All die unzähligen Verschiedenheiten und Ungleichheiten besagen, dass kein Geschöpf sich selbst genügt, dass die Geschöpfe nur in Abhängigkeit voneinander existieren, um sich im Dienst aneinander gegenseitig zu ergänzen. (LS 86)
  • Wie die verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Bestandteile des Planeten untereinander in Beziehung stehen, so bilden auch die Arten der Lebewesen ein Netz, das wir nie endgültig erkennen und verstehen. (LS 138) Wir sind in (die Natur) eingeschlossen, sind ein Teil von ihr und leben mit ihr in wechselseitiger Durchdringung. (LS 139)

„Wir müssen mit wilden und zahmen Tieren gleichermaßen zusammenleben, in Harmonie. Ihr Leben respektieren. Der Schöpfer unseres Lebens ist auch der Schöpfer des Lebens wilder Tiere.“

— Chenjerai Hove

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Netzwerk Afrika Deutschland

Im Netzwerk Afrika Deutschland „Glaube und Gerechtigkeit“ e. V. haben sich über 40 katholische Ordensgemeinschaften zusammengetan, die in Afrika Missions- und Entwicklungsarbeit leisten. Die Ziele des Netzwerks sind unter anderem Information und Bewusstseinsbildung über Afrika, Lobbyarbeit in der deutschen Öffentlichkeit sowie die Zusammenarbeit mit missionierenden Orden und geistlichen Gemeinschaften, die in Afrika arbeiten.

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