Evangelische Kirche im Rheinland und Bistum Trier rufen zum Klima-Pilgern auf

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  • Trier/Düsseldorf - 02.06.2015

Das Jahr 2015 wird für den weltweiten Klimaschutz und damit für die Zukunft unseres Planeten von großer Bedeutung sein“. Das betonten der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, und der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Aufruf , der am 2. Juni veröffentlicht wurde.

Gemeinsam laden sie zum ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ein, der zwischen dem 25. Oktober und 12. November durch das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und des Bistums Trier führt. Ziel des Pilgerwegs ist Paris und die dortige UN-Klimakonferenz im Dezember 2015. „Während die Menschen in unseren Partnerschaften die Folgen des Klimawandels bereits am eigen Leib spüren, sind die entscheidenden Weichen für ein solidarisches und gerechtes neues Klimaabkommen noch nicht gestellt“, heißt es in dem Aufruf .

Von Flensburg nach Paris

Deshalb soll ein Pilgerweg im Vorfeld der Konferenz auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen, die Diskussionen um Gerechtigkeitsfragen voranbringen und ein sichtbares Zeichen für ein gerechtes Abkommen setzen.

Der Trierer Bischof Ackermann (links) und Ludwig Kuhn (rechts), Weltkirche-Referent im Bistum Trier, werden auf dem Weg nach Paris für mehr Klimagerechtigkeit mitpilgern. Bistum Trier

„In Deutschland verläuft der Weg im Herbst von Flensburg bis nach Perl und damit ab dem 25. Oktober ein gutes Stück auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bistums Trier“, erklärt Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier, der den Pilgerweg mit organisiert.

Der Pilgerweg soll spirituelle Besinnung mit politischem Engagement verbinden. „Wir möchten Menschen in den kirchlichen und kommunalen Gemeinden einladen, sich zu beteiligen. Gruppen und Einzelpersonen können eine oder mehrere Etappen mitpilgern. Aber es gibt auch die Möglichkeit, geistliche Impulse zu gestalten, politische Zeichen zu setzen, organisatorisch zu helfen oder Gastgeber für die Pilgerinnen und Pilger an den Etappenorten zu sein“, ergänzt Richard Brand von der EKiR.

„5 vor 12“-Andacht vor dem UN-Klimasekretariat in Bonn

Für Bischof Ackermann ist das Thema Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Papst Franziskus habe von einem „definitiven und dringenden ethischen Imperativ zum Handeln“ gesprochen. Mit Spannung erwarte er daher auch die für den Sommer angekündigte „Umwelt-Enzyklika“ des Papstes. Er selbst wird mit der deutschen Kommission Justitia et Pax, deren Vorsitzender er ist, ein Zeichen setzen: „Bei der Station des Pilgerweges in Bonn am 30. Oktober werden wir eine „5 vor 12“-Andacht vor dem UN-Klimasekretariat halten.“ Mitpilgern wird der Bischof natürlich auch: von Mendig nach Münstermaifeld am 3. November.

Pfarrer Manfred Rekowski ist Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Evangelischen Kirche im Rheinland

„Von überall auf der Welt hören wir, wie sehr Menschen den Klimawandel in Form von Unwettern oder Ernteausfällen bereits jetzt zu spüren bekommen“, sagt Präses Rekowski. „Bei uns sind die Auswirkungen noch nicht so deutlich, aber wir möchten Menschen in Städten, Dörfern und Kirchengemeinden bewegen, konkrete eigene Schritte zur Bewahrung unserer Schöpfung zu gehen.“ Wer nicht beim Pilgern mitgehe, könne für das Gelingen der Aktion beten oder sich an seinem Ort beteiligen. Der Präses selbst will Ende Oktober ein Wuppertaler Stück des Weges mitpilgern.

Mit ihrem Aufruf laden Präses Rekowski und Bischof Ackermann insbesondere die Gemeinden ein, sich an der Vorbereitung und Gestaltung des Pilgerwegs zu beteiligen und an den Stationen die Pilger gastfreundlich aufzunehmen. Schon jetzt sei ein erfreulich hohes Interesse von Partnern aus Gesellschaft, Kommunen und Verbänden zu verzeichnen, sagen Brand und Kuhn. Weitere Informationen und die Möglichkeiten zur Beteiligung sind unter www.klimapilgern.de , www.klimapilgern.bistum-trier.de und www.ekir.de/url/Bq5 zu finden.

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